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Wiesen, Weiden und Weiher

Oberschwäbische Landschaft ist nicht selbstverständlich

Von Walter Seifert Aufgrund des Strukturwandels in der Landwirtschaft sowie durch die Leistungssteigerung in der Tierzucht werden mittelfristig insbesondere Hangflächen, Moore und Buckelwiesen aus der Bewirtschaftung fallen. Die wenigen verbleibenden Landwirte, die immer mehr Flächen bewirtschaften müssen, ziehen sich zwangsläufig auf große, gut bewirtschaftbare, ebene Flächen zurück.

Offenhaltung der Landwirtschaft gefährdet

Die Offenhaltung der Landschaft ist durch die drastische Abnahme des Rindviehbestands in den letzten 20 Jahren gefährdet. Gerade die aus der Nutzung fallenden Flächen sind aber wesentlich für die regionale Erholungslandschaft und den Tourismus und bilden meist wichtige Standorte für den Natur- und Artenschutz. Walter Seifert von der PRO REGIO Oberschwaben GmbH stellte in Bilder- Szenarien dar, wie sich die Landschaftsstruktur in der Zukunft nachteilig entwickeln könnte, wenn diesem Prozess nicht entgegengewirkt wird.

Am Beispiel von bis zu 90 % aufgeforsteten Schwarzwaldgemeinden zeigt sich, dass der Tourismus daraufhin drastisch zurückgegangen ist. Manche Gemeinden im Schwarzwald zahlen bereits für die Freihaltung solcher Flächen bis zu 300.000 € Mähgelder pro Jahr. In Oberschwaben wird zwar keine vergleichbare Entwicklung stattfinden, weil viele Flächen gut bewirtschaftbar sind, jedoch sind trotzdem Landschaftsbestandteile wie Hänge und Moore, die den Reiz der Landschaft ausmachen, hochgradig von einer Nutzungsaufgabe mit meist folgender Aufforstung gefährdet.

Strukturwandel mit extensiver Weidehaltung entgegenwirken

Diesem in naher Zukunft erwarteten, enormen Strukturwandel könnte die Förderung von extensiver Weidehaltung entgegenwirken. Durch diese Art der Haltung wird nachhaltige Landschaftspflege betrieben. Um die Wirtschaftlichkeit dieser Haltungsform jedoch noch zu steigern, müsste auf dem Markt ein höherer Preis für das Produkt „Weiderind aus Freiland- haltung“ erzielt werden. Den Kunden kann ein hochwertiges Produkt mit besonderer Reife angeboten weden, das die artgerechte Tierhaltung fördert und die oberschwäbische Landschaft erhält.

Ob dies gelingt wird von den Menschen abhängen die durch den Einkauf regionaler Grünland -Produkte Landschaft und „Heimat“ erhalten. Mit einem Appell an die Zuhörer, bei Ihrem Lebensmitteleinkauf und in der Gastronomie Fleisch aus Freilandhaltung nachzufragen ,- Landschaft, die Tiere und nicht zuletzt die Menschen werden es ihnen danken, schloss Walter Seifert seinen Vortrag.

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