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Pressespiegel
Nachfolgend
finden Sie eine kleine Übersicht der zu den Vorkommnissen veröffentlichten
Artikel und Pressemitteilungen:
Erklärung
der SchwäZ-Redaktion Biberach (28.03.) 
Stuttgarter
Zeitung: Gegendarstellung (28.03.) 
CDU Biberach:
Amtsblatt und Freiheit der Presse (26.03.) 
SchwäZ:
Sorge um unabhängige Berichterstattung (26.03) 
Junge
Welt Berlin: Gefährliche Kritik im Blatt (26.03.) 
Presseerklärung
des FDP-Kreisvorsitzenden (25.03.) 
Stuttgarter
Nachrichten: OB rügt Zeitung in Biberach (25.03.) 
Schwäbische
Zeitung: Sorge um das Informationsrecht (25.03.) 
Frankfurter
Rundschau: Übermut in Oberschwaben (25.03.) 
Presseerklärung
des CDU-Kreisverbandes Biberach (23.03.) 
www.Schaufenster-BC:
Geht Zensur ... weiter? (23.03.) 
Schwäbische
Zeitung: Wir lassen uns unsere Unabhängigkeit ... (23.03.)
Sindelfinger
Zeitung: Auch freie Mitarbeiter müssen gehen (21.03.) 
Stuttgarter
Zeitung: Weiter Wirbel um Biberacher Zeitung (20.03.) 
Südwest
Presse: Zeitungsleser gehen auf die Balken (20.03.) 
Frankfurter
Rundschau: Strittige Personalpolitik (18.03) 
Presseerklärung
des SPD-Kreisverbandes Biberach (18.03.)
Leonberger
Kreiszeitung. Vor dem Landrat eingeknickt (16.03.) 
Schwäbische
Zeitung Biberach: In eigener Sache (16.03.) 
Stuttgarter
Zeitung: In Biberach kocht die Gerüchteküche (14.03.)

DJV:
Schwäbische Zeitung knickt vor politischem Druck ein (14.03.)

Presseerklärung
von Bündnis 90/Die Grünen, KV Biberach (12.03.) 
Der SPD-Kreisverband
führt eine Umfrage durch
(extern)
Auf der
Seite des ökologischen Jagdvereins können Sie die beanstandeten
Artikel von Roland Reck finden
(extern)
Erklärung
der SchwäZ-Redaktion Biberach vom 22.03.:
Wir,
die Mitarbeiter der SZ-Redaktion Biberach, sind enttäuscht
und traurig. Auch zehn Tage nach der Freistellung/Kündigung
unserer Kollegen wollen uns Entscheidung und Begründung nicht
wirklich einleuchten.
Mit Gunther
Dahinten und Roland Reck verlieren wir zwei von uns respektierte,
engagierte, alles andere als arbeitsscheue Kollegen, die sich mit
der Schwäbischen Zeitung identifiziert haben.
Die atemberaubende
Konsequenz, mit der die beiden entfernt wurden - bis zur letzten
Sekunde ahnten sie nicht, wie ihnen geschieht - schafft ein Klima
der Angst: Wer könnte der nächste sein?
Ob wir
in einem solchen Umfeld künftig zupackend, kritisch und fair
arbeiten können - wir meinen, das taten wir bisher - wird sich
zeigen.
(Quelle:
www.Schaufenster-BC.de)
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Stuttgarter
Zeitung vom 28.03.:
Gegendarstellung
In dem
Artikel "In Biberach kocht die Gerüchteküche"
in der Stuttgarter Zeitung vom 14. März ( ),
der sich hinsichtlich der "Schwäbischen Zeitung"
(hiesige Anmerkung: Der Schwäbische Verlag ist deren Verleger)
zunächst mit zwei anderen personellen Vorgängen befasst,
wird am Ende ausgeführt, dem Geschäftsführer Udo
Kolb gehe der Ruf voraus, nicht zimperlich zu sein. Das habe er
am Jahreswechsel 1998/1999 beweisen. Dazu wird am Artikel behauptet,
"just am heiligen Abend" hätte der Kirchenredakteur
Joachim Rogosch die fristlose Kündigung erhalten. Er hätte
in privatem Gespräch mit dem damaligen Bischof Kasper "über
die rüden Methoden geklagt, mit denen im Verlag Personalabbau
betrieben werde". Im Anschluss an die weitere Schilderung,
der Bischof habe diese Information an den Verleger der "Schwäbischen
Zeitung", den Fürsten von Waldburg-Zeil weitergegeben,
heißt es: "Prompt musste der aufmüpfige Journalist
gehen."
Mit diesen
Behauptungen sind der Anlass dieser Kündigung und deren Zeitpunkt
unrichtig dargestellt, richtig ist vielmehr folgendes: Der damalige
Bischof hatte den Fürsten von Waldburg-Zeil davon in Kenntnis
gesetzt, dass der Redakteur Rogosch ihm gegenüber geäußert
habe, die Geschäftsführung des Schwäbischen Verlags
sei zunehmend scientologisch unterwandert. Daraufhin wollte der
Chefredakteur der "Schwäbischen Zeitung" und der
Geschäftsführer des Schwäbischen Verlags mit Herrn
Rogosch ein Gespräch führen. Sie hielten ihm die vom Landesbischof
berichtete Äußerung entgegen. Herr Rogosch erklärte
hierauf lediglich, er unterhalte sich ab sofort nur noch über
seinen Anwalt mit dem Schwäbischen Verlag. Daraufhin wurde
ihm die Kündigung übergeben. Dies geschah auch nicht am
Heiligen Abend, sondern am 21.Dezember 1998.
Schwäbischer
Verlag GmbH & Co. KG Drexler, Gessler
Dr. Udo Kolb, Geschäftsführer
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Amtsblatt
und Freiheit der Presse
Um
eines vorab klar zu stellen: auch der CDU-Stadtverband Biberach ist
nicht glücklich über die Vorgänge bei der Lokalredaktion der Schwäbischen
Zeitung Biberach. Erfunden und nicht nachvollziehbar sind in diesem
Zusammenhang insbesondere die von seiten der SPD erhobenen
Behauptungen. Die absurde Konstruktion, die Biberacher CDU stecke
hinter diesen Vorgängen, ist nichts anderes als billige
Parteitaktik, für die anscheinend jedes Thema herhalten muß. Hier
wird ein Vorgang für eigene Zwecke instrumentalisiert, weit weg von
jeglicher politischer Hygiene. Eine Partei, die selbst ein
Presseimperium betreibt, sollte in solchen Aussagen zurückhaltend
sein.
In der aktuellen Diskussion um die Schwäbische Zeitung hört man
immer wieder die Forderung nach einem Amtsblatt. Dieses möchten wir
zum Anlaß nehmen, auf zwei Dinge einzugehen, die bisher in der
gesamten Diskussion kaum oder gar nicht gewürdigt wurden.
1. Freiheit der Presse
Die SPD, die Grünen und der Oberbürgermeister sorgen sich um die
Pressefreiheit. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist, daß die
gerade genannten (und in diesem Zusammenhang schließen wir auch die
CDU nicht aus), sich immer wieder und nicht nur einmal über die
Berichterstattung der SZ beklagt haben. Vor nicht allzu langer Zeit
kommentierte OB Fettback das verspätete Erscheinen eines
kommunalpolitischen Vorgangs erneut mit dem Gedanken an ein
Amtsblatt. Es war die Verwaltung, die vor einigen Jahren die Idee
eines Amtsblattes aufgriff, welche allerdings bisher nicht umgesetzt
wurde. Dieser Vorgang blieb natürlich nicht im Verborgenen und
Geheimen. Es dürfte somit auch klar sein, daß solche Überlegungen
nicht gerade zur Stärkung der Stellung eines lokalen Chefredakteurs
beitragen. Auch die Diskussionen unter Mitgliedern des Gemeinderates
messen dieser Idee eine besondere Qualität zu.
Was sind denn die Folgen?
Amtliche Bekanntmachungen sowie Anzeigen erscheinen im Amtsblatt (höhere
Reichweite), die wirtschaftliche Situation des Lokalverlages/der
Lokalausgabe wird entsprechend geschwächt, entsprechende Reaktionen
(auch Personalabbau) müssen (und werden wohl) konsequenterweise in
Kauf genommen. Hier sollte man sich schon die Frage stellen, ob
gerade dieser Vorgang zur Unabhängigkeit einer Zeitung beiträgt
und keine personelle Überlegungen mit sich zieht. Gerade
diejenigen, die sich jetzt öffentlich beklagen, müssen sich daher
fairerweise fragen, inwieweit sie nicht eben selbst zu dieser
Situation um Herrn Dahinten beigetragen haben. Es ist doch eine
irrige Annahme, daß Diskussionen über unzureichende
Berichterstattung und ein städtisches Amtsblatt nicht bei der SZ
gehört werden. Und diese Diskussionen wurden lange vor den
aktuellen Vorgängen geführt. Der Weg zur momentanen Situation
wurde schon somit viel früher geebnet.
2. Kritischer Journalismus in einem Amtsblatt
Was soll ein Amtsblatt wirklich bewirken? Neben den amtlichen
Bekanntmachungen der Verwaltung, Bekanntmachungen der Kirchen und
der Vereine, der Werbung wird es sicherlich ein Platz für
kommunalpolitische Vorgänge geben. Mit konstruktiven und kritischem
Journalismus wird dies wohl nicht in Verbindung zu bringen sein. Das
Amtsblatt - seien wir ehrlich - ist ein Forum zur Selbstdarstellung
der Verwaltung und der Fraktionen und Gruppierungen. Und es wird
auch nur das erscheinen, was die Verwaltung und die Parteien selbst
schreiben. Vom Anspruch eines objektiven Journalismus weit entfernt.
Tom Abele
Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Biberach
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Schwäbische
Zeitung vom 26.03.:
Sorge
um unabhängige Berichterstattung
BIBERACH
- Zu den Personalentscheidungen bei der SZ-Biberach haben sich auch
die Kreisverbände der CDU, der SPD und der Grünen geäußert.
Der
CDU-Kreisverband Biberach weist die
Gerüchte und Unterstellungen von Rot-Grün entschieden zurück, die
Union im Kreis Biberach hätte Einfluss auf die Personalpolitik der
SZ-Biberach genommen. Die Partei wörtlich: "Vielmehr müssen
sich die SPD im Kreis und die Mandatsträger der Grünen fragen, ob
es im Sinne einer unabhängigen und freien Berichterstattung
gerechtfertigt ist, dass der Landtagskandidat der Grünen im
Landkreis, sowohl im Vorwahlkampf wie auch in der heißen
Wahlkampfphase, als Mitarbeiter in eigener Sache Berichte über
Veranstaltungen anderer Kandidaten und Parteien beziehungsweise Verbände
schreiben und veröffentlichen kann. Die SPD muss sich fragen
lassen, ob es mit einer unabhängigen Berichterstattung vereinbar
ist, dass der SPD-Kreisvorsitzende von Biberach als freier
Mitarbeiter einen direkten Zugang für Pressemitteilungen der SPD
hatte. Genauso fraglich ist die Unabhängigkeit eines
SPD-Kreisvorstandsmitgliedes als Redakteurin von "INFO",
das dem selben Verlag angehört wie die SZ. Diese Redakteurin hat
zum Beispiel vier Tage vor der OB-Wahl in Biberach einen persönlichen
Kommentar einseitig pro SPD-Kandidat veröffentlicht."
"Aufgrund
dieser Fakten erscheint es grotesk, wenn sich nun die SPD im
Landkreis Biberach um die Unabhängigkeit in der Berichterstattung
der Medien sorgt. Der CDU-Kreisverband kann auf jeden Fall diese Befürchtungen
der SPD zerstreuen, denn die CDU wird nicht wie Rot-Grün versuchen,
Funktionsträger der Partei, weder als Angestellte noch als freie
Mitarbeiter, in die Redaktionen der SZ zur politischen
Berichterstattung zu bringen."
"Der
CDU-Kreisverband braucht keine redaktionellen Wühlmäuse, sondern kämpft
immer noch für eine faire, freie und unabhängige Berichterstattung
aller Medien."
In der
Stellungnahme des SPD-Kreisverbandes Biberach heißt es:
"SPD-Kreisverband, SPD-Ortsvereine sowie SPD-Kreis-und
Gemeinderäte sorgen sich um die Unabhängigkeit der Medien im
Kreis. Die SPD ist bestürzt über die Nachricht, dass zwei leitende
Redakteure der SZ-Biberach Knall auf Fall ihre Schreibtische räumen
mussten."
"Trotz
des Dementis von CDU-Landrat Peter Schneider, MdL, verstärkt sich
der Eindruck, dass maßgebliche CDU-Vertreter massiven Einfluss auf
die SZ ausgeübt haben. Die SPD fragt sich, welch andere Gründe so
gewichtig sein konnten, dass Lokalchef Gunter Dahinten, nach 34
Jahren Tätigkeit, und Kreisredakteur Roland Reck gleichzeitig über
Nacht gehen mussten."
"Der
SPD liegen gesicherte Informationen vor, wonach schon vor Monaten
der CDU-Bundestagsabgeordnete Franz Romer bei der Geschäftsleitung
und Chefredaktion der SZ in Leutkirch interveniert hat, um zu
erreichen, dass politisch anders Denkende nicht mehr als freie
Mitarbeiter für die SZ schreiben dürfen. Danach wurde den
Betroffenen mitgeteilt, dass von ihnen keine weiteren Beiträge mehr
erwünscht sind."
"Die
SPD befürchtet, dass die SZ im Kreis Biberach endgültig dem Druck
der CDU nachgegeben hat und fortan keine journalistisch unabhängige
Berichterstattung mehr gewährleisten kann."
Der
Kreisverband Biberach Bündnis 90 / Die Grünen stellt fest:
"Herr Gunter Dahinten, der Redaktionsleiter der SZ-Biberach,
und Herr Roland Reck, zuständig für die Kreispolitik, wurden vom
Schwäbischen Verlag gekündigt und mit sofortiger Wirkung vom
Dienst freigestellt. Beide Kündigungen sind ein schwerer Schlag
gegen die Biberacher Redaktion der SZ. Die Kündigungen erfolgten für
die Öffentlichkeit überraschend. Als offizielle Gründe werden zum
einen betriebliche Gründe (Herr Reck) und Differenzen (Herr
Dahinten) angegeben. Im Falle Herrn Recks trifft es just einen
Journalisten, der in letzter Zeit Themen wie die Vergabepraxis des
Sozialamtes Biberach oder die Heggbacher Einrichtungen aufgegriffen
hat. Durch die Form eines kritischen Journalismus wurden fruchtbare
Debatten in unserem Landkreis losgetreten."
"Wir
befürchten, dass manche Berichte einigen Herren zu weit gingen und
dass versucht wurde, in Leutkirch politischen Einfluss geltend zu
machen. Sollte dies der Fall sein, wäre der Vorgang ein schwerer
Schlag gegen den Meinungspluralismus innerhalb einer Zeitung mit
regionaler Monopolstellung."
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Junge Welt vom 26.03.:
»Gefährliche«
Kritik im Blatt
500
Biberacher gegen Monopolpresse. Wiedereinstellung von Redakteuren
gefordert.
Der Oberbürgermeister von Biberach, Thomas Fettback (SPD), nannte
es am Sonnabend »unmenschlich«, daß die Schwäbische Zeitung (SZ)
die Spitze ihrer Biberacher Lokalredaktion entlassen habe. Der OB
war der prominenteste Redner einer Protestveranstaltung von 500
Menschen, zu der Gewerkschaften und Gemeinderäte aufgerufen hatten.
Seit Wochen erregt die am 11. März verfügte fristlose Entlassung
der SZ-Lokalredakteure Gunter Dahinten und Roland Reck die Gemüter
in der Stadt. Kreisredakteur Reck war mit kritischen Berichten
aufgefallen, in denen es um Mobbing in einer kirchlichen
Behinderteneinrichtung, die restriktive Auszahlung von Sozialhilfe
und die schleppende Umsetzung von Landesgesetzen im Bereich Jagd und
Naturschutz ging. Insbesondere der CDU-Landrat und
Landtagsabgeordnete Peter Schneider geriet dabei in die Kritik.
Dahinten, 34 Jahre SZ-Redakteur und »Institution« in der Region,
hatte als Recks Chef dessen Artikel ins Blatt genommen. Nicht nur OB
Fettback vermutet hinter den Entlassungen politische Gründe. Das
sei eine Kündigung nach »Gutsherren-Art« und habe offenbar »Zensur-Hintergründe«,
kritisiert ver.di in einer Stellungnahme. Auch für das örtliche »Aktionsbündnis
Pressefreiheit« ist sicher, daß Schneider und der örtliche
CDU-Bundestagsabgeordnete Franz Romer Druck auf die Leutkircher
Zentralredaktion der SZ ausgeübt haben, um die Redakteure
loszuwerden. Die SZ nutze ihr Pressemonopol, um Mitarbeiter mundtot
zu machen, lautet ihr Vorwurf. In einer Zeit, in der der Einfluß
von Politik und Wirtschaft auf die Medien immer stärker werde, müsse
die Freiheit der Presse erhalten bleiben.
Um das Zeitungsmonopol der SZ zu brechen, ruft das Bündnis zu
Protestbriefen, Abo-Kündigungen und einem Anzeigenboykott auf. »Es
wird Zeit, daß es bald eine Alternative zur SZ in Biberach gibt«,
sagte Andrea Sülzle vom »Aktionsbündnis Pressefreiheit« gegenüber
jW.
SZ-Chefredakteur Joachim Umbach ficht diese Kritik nicht an. Die
Entlassung von Reck sei aus »betrieblichen Gründen« erfolgt, die
Kündigung Dahintens wegen »andauernder Meinungsverschiedenheiten«,
gab er bekannt. Am Sonnabend teilte er in der Unabhängigen Zeitung
für christliche Kultur und Sport -so der Untertitel der SZ -mit, daß
man sich mit »Gerüchten und Unterstellungen von Außenstehenden«
nicht beschäftigen werde und sich dem öffentlichen Druck nicht
beuge. »Wir lassen uns unsere Unabhängigkeit nicht nehmen«,
versichert Umbach.
Beteuerungen, die bei den Demonstranten auf Unglauben stießen. Zu
nah liegt der Verdacht, daß der Haupteigentümer des Schwäbischen
Verlages, Graf Waldburg-Zeil, dessen Bruder jahrelang
CDU-Bundestagsabgeordneter war, mit den örtlichen CDU-Größen
kungelt. Wohl auch wegen der aus CDU-Sicht ärgerlichen Wiederwahl
des Sozialdemokraten Fettback zum OB im erzkonservativen Biberach
vor fünf Wochen.
Gegen Redakteure, die sich eher für Fettback ausgesprochen hatten,
seien im Verlagshaus Protestschreiben von CDU-Funktionären
eingegangen, berichtete der örtliche SPD-Kreisvorsitzende Martin
Gerster. Zu den Angegriffenen gehörten auch Dahinten und Reck. »Wir
fordern die Verlagsleitung auf, die Kündigungen zurückzunehmen und
auf den Boden der Pressefreiheit zurückzukehren«, sagte Reinhard
Gumz von ver.di.
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Kündigungen
der Biberacher SZ-Redakteure Gunther Dahinten und Dr. Roland Reck
Persönliche
Stellungnahme von Peter Fischer (25.03.)
FDP-Kreis- und Ortsvorsitzender der Biberacher FDP
Es wäre ausserordentlich bedenklich und schädlich, wenn die
Kündigungen dieser beiden Redakteure der
Schwäbischen Zeitung (Ausgabe Biberach), durch Chefredakteur Joachim
Umbach aufgrund von politischem Druck hin erfolgt wären. Dies wäre
ein überaus ernstzunehmender Angriff auf die Pressefreiheit. Da
mir bisher nur Gerüchte zu Ohren gekommen sind, kann ich mich nicht
in die Reihen der Ankläger stellen.
Die
Art und Weise der Kündigungen und die Nicht-Information der Leser
seitens der SZ hat stark befremdet.
Anfang
2001 hatte sich Landrat Peter Schneider (damals erst auf dem Wege
zum MdL) direkt bei einer Inhaberfamilie der Schwäbischen Zeitung
persönlich über eine Benachteiligung (!!) bei der
Berichterstattung seines CDU-Wahlkampfes beschwert. Dies erstaunte
uns ausserordentlich, weil wir ein stark gegenteiliges Empfinden
hatten. Dies nahmen wir zum Anlaß, um auf eine aus unserer Sicht
nicht ausgewogene, chancengleiche Berichterstattung aufmerksam zu
machen. Chefredakteur Umbach ging nach einem telefonischen Dialog
auf unseren Vorschlag ein und bat nach der Wahl Vertreter von CDU,
SPD, Grüne
und
Initiator FDP zu Gesprächen an einen „runden Tisch“ in
Biberach. Aus diesem Gespräch möchte ich Aussagen herausgreifen,
deren Bewertung ich Ihnen überlassen möchte:
Umbach:
Nach genauer Analyse stellte die SZ fest, dass die Berichterstattung
während des Wahlkampfes fair war, weil sie dem späteren Ergebnis
entsprach – also ca. 56 % CDU.......6 % FDP (Anmerkung: Die FDP
hatte fast so viele Veranstaltungen hatte wie die CDU).
Umbach:
Wir müssen darüber berichten, was unsere Leser interessiert.
Kommunalpolitik hat deshalb kein so starkes Gewicht.
Umbach:
Die Zeitung braucht die Politik nicht. Die Politik braucht aber die
Zeitung.
Umbach:
„Es ist klar, dass eine Zeitung besser ist in Konkurrenzsituation.
Aber bitte verstehen Sie, wenn ich die Südwestpresse dazu nicht
einlade“.
Jeder
Bürger in den Gemeinden unseres Landkreises ist dank der
„Gemeindemitteilungsblätter“ besser informiert über das, was
in seiner Gemeinde kommunalpolitisch vor sich geht und welche
Fraktion bzw. welcher Gemeinderat vor welchem (wichtigen)
Hintergrund entschieden hat. Diese Chance haben die Biberacher bei
der bisher recht „dünnen“ und „farblosen“ Berichterstattung
„Stadt und Land“ der Schwäbischen Zeitung leider nicht und müssen
deshalb wohl auch bei der nächsten Kommunalwahl wieder aus dem
Bauch heraus ihre Wahl treffen.
Wettbewerb
in der Tagespresse auch in Biberach, das wünschen wir uns.
Wo
Chefredakteur Umbach Recht hat, hat er Recht. Wettbewerbsbedingungen
würden auch die Schwäbische Zeitung besser machen,
ohne..................daran glaube ich nicht.
Schon
2001 haben wir die Südwestpresse in Ulm angeschrieben und gefragt:
„Wann endlich wagen Sie den Schritt von Laupheim nach
Biberach“. Wir haben aus aktuellem Anlaß die Frage wiederholt.
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Aus
den Stuttgarter Nachrichten vom 25.03.:
OB
rügt Zeitung in Biberach - Protest gegen Entlassungen
Biberach
(kfr) - Bei einer Kundgebung auf dem Marktplatz von Biberach haben
am Samstag rund 400 Menschen gegen die Entlassung von zwei
Lokalredakteuren der "Schwäbischen Zeitung" demonstriert.
Biberachs Oberbürgermeister Thomas Fettback (SPD) nannte die Kündigungen
"unmenschlich" und "empörend". Auch die
Journalistengewerkschaft sowie Grüne und SPD protestierten dagegen.
Seit drei Wochen erregt die oberschwäbische Kreisstadt die Trennung
von zwei anerkannten Lokalredakteuren, darunter der langjährige
Lokalchef Gunther Dahinten. Dahinten gilt als bedächtiger
Journalist.
Bei der Demonstration wurde vor allem Biberachs Landrat Peter
Schneider (CDU) scharf angegriffen. Schneider soll nach Meinung der
Demonstranten hinter den Maßregelungen stecken. "Die Freiheit
stirbt Schneiderweise" und "Jagdsaison auf Journalisten:
Waidmannsheil, Herr Landvogt" hieß es auf Transparenten. Auslöser
des Konfliktes war unter anderem eine kritische Berichterstattung über
die Jäger im Kreis Biberach.
"Es wurde politischer Druck ausgeübt", stellte auch
Fettback bei der Kundgebung fest. Nach diesen Ereignissen sei in
Biberach "kein unbefangener Journalismus mehr möglich",
so Fettback weiter. Im Lokalteil der "Schwäbischen
Zeitung" hatte Chefredakteur Joachim Umbach in der
Samstagsausgabe von "organisierter Entrüstung" gegen das
Blatt gesprochen. Fettback sprach von einer "Realitätsentfremdung
bei den Verantwortlichen der Schwäbischen Zeitung". Umbach
dagegen sagt, Grund für die Personalentscheidung sei gewesen, dass
Dahinten "die Verletzung von journalistischen Grundregeln durch
ihm unterstellte Mitarbeiter nicht unterbunden" habe.
Zurück
Aus
der Frankfurter Rundschau vom 25.03.:
Übermut
in Oberschwaben
Bürgerprotest
gegen die "Schwäbische Zeitung"
Von Peter
Henkel
Als Thomas
Fettback anno 1994 vom Volk in Biberach zum Oberbürgermeister
gewählt wurde, galt das als Sensation weit über die Kreisstadt
im erzkatholischen Oberschwaben hinaus. Zwar hatte es ihm die CDU,
in diesem Teil Baden-Württembergs seit Jahrzehnten verwöhnt
mit haushohen Siegen, leicht gemacht mit allerlei internen Querelen;
trotzdem konnte ein Sozialdemokrat aus Norddeutschland, damals unverheiratet
mit einer Spanierin liiert, dennoch nur als Außenseiter angesehen
werden in einem Landstrich wie diesem. Vor ein par Wochen, bei seiner
Wiederwahl, kam Fettback auf 73 Prozent, der CDU-Bewerber auf 27.
Auch
in Oberschwaben hat sich also einiges geändert. Es gibt eine
Szene aus Roten und Grünen, aus Gewerkschaftern und eigenwilligen
Christen, und auch viele sonst nicht engagierte Bürger lassen
sich nicht mehr so leicht dem konservativen Lager zuschlagen wie
ehedem. Manche wollen das offenbar nicht so recht glauben; und die
CDU ist nach der neuerlichen Wahlpleite nervös.
Am Samstag
auf dem Biberacher Holzmarkt bekannte Fettback öffentlich,
er sei "empört und entsetzt", und er mache sich Sorgen
um seine Stadt. Rund 600 Zuhörer, die trotz heftigsten Schneeregens
ausharrten, klatschten Beifall. Den Anlass für des OB Sorgen
und das Zusammenströmen der für eine 30 000-Einwohner-Stadt
erstaunlichen Menschenmenge hat die im nahen Leutkirch erscheinende
Schwäbische Zeitung (SZ) geboten, indem sie sich am 11. März
Knall auf Fall von zwei Mitgliedern ihrer Lokalredaktion in Biberach
trennte. Seither gibt es in Biberach und drumherum ein dominierendes
Gesprächsthema. Es hat zu tun mit dem Wert, den auch gewöhnliche
Leute auf Pressefreiheit legen, mit Angst vor mächtigem Filz
und böser Willkür derer da oben. Dass die gewaltet hat
beim Rauswurf des Chefs der Biberacher Lokalredaktion, Gunther Dahinten
(59), und seines Redakteurs Roland Reck steht für viele fest.
Dahinten
war 34 Jahre bei der SZ, obendrein eine "Institution"
in der Region, wie es allenthalben heißt. Und Reck ist ein
junger Reporter, mit Doktorhut übrigens, der in der kurzen
Zeit seines Wirkens durch ein paar Artikel aufgefallen war: darunter
Spitzen gegen CDU-Landrat Peter Schneider oder Kritik am angeblichen
Mobbing in einer Behinderteneinrichtung
Dass
beide unverzüglich ihre Schreibtische räumen mussten,
lässt die Erklärungen von Chefredakteur Joachim Umbach
als wenig glaubwürdig erscheinen: Mit Dahinten habe es länger
schon nicht mehr ausräumbare Meinungsverschiedenheiten gegeben,
und Reck sei gekündigt worden wegen der anhaltend schlechten
wirtschaftlichen Lage. Wieso wird jemand deshalb sogleich an die
Luft gesetzt? Umbach: "Wenn einer weiß, dass man sich
von ihm trennen will, ist er kein Motivationsfaktor mehr für
die Redaktion." Im Untertitel nennt sich die SZ eine "Unabhängige
Zeitung für christliche Kultur und Politik".
Die Redner
und ihr Publikum auf dem Holzmarkt wittern ganz anderes. Landrat
Schneider oder der örtliche CDU-Bundestagsabgeordnete Franz
Romer werden verdächtigt, den Chefs in Leutkirch den Rauswurf
der beiden eingeflüstert zu haben. Hier stößt Umbach
mit seiner am selben Tag im eigenen Blatt abgedruckten Beteuerung,
die SZ lasse sich von niemandem beeinflussen, auf Unglauben. Und
auf Zorn, weil er große Teile des Protests als "organisiert"
und deshalb offenbar irgendwie wertlos bezeichnet. Leserbriefe in
der SZ, die das Vorkommnis fünf Tage lang verschwieg, sprechen
ganz überwiegend scharfe Missbilligung aus, lassen jede Menge
Misstrauen erkennen. Auch im Internet leeren Leser den Kropf.
Die SZ
ist in Biberach Monopolzeitung, und nun bekommen diejenigen Auftrieb,
die wie eine Rednerin der Grünen meinen, es sei höchste
Zeit für ein Konkurrenzblatt. Den Abonnenten der SZ (190 000
Auflage) ist noch in Erinnerung, wie vor drei Jahren der Kirchenredakteur
geschasst wurde. Weil er sich beim Bischof über Personalabbau
und miese Stimmung im Verlag beklagt hatte, bekam der fünffache
Vater am Heiligen Abend die fristlose Kündigung. Demonstrationen
und Lichterketten waren die Folge, auch Abbestellungen wie jetzt.
Gelernt hat man in Leutkirch daraus offenbar nichts. Auch nicht,
dass es manchen Leuten sauer aufstößt, wenn die Macht
allzu ungeniert Arroganz und Übermut an den Tag legt. Binnen
zwei Stunden wurden am Samstag 700 Protestunterschriften gesammelt,
und ein Mann von der Gewerkschaft ver.di sagte, der Kampf gehe weiter,
bis die beiden ihre Jobs wieder hätten.
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Aus
der Schwäbischen Zeitung vom 25.03.:
Sorge
um das Informationsrecht
BIBERACH
(hb) - Oberbürgermeister Thomas Fettback sorgt sich wegen der
Personalentscheidungen bei der SZ-Biberach weiter um das Informationsrecht
der Bürger. Der OB war prominentester Redner einer Demonstration
am Samstag auf dem Holzmarkt.
An der
50-minütigen Protestveranstaltung, zu der die Dienstleistungsgewerkschaft
ver.di und der Deutsche Journalisten Verband (DJV) aufgerufen hatten,
nahmen etwa 200 Menschen teil. Redner waren neben dem OB unter anderen
Reinhold Gumz (ver.di), Andrea Sülzle (Grüne, Gemeinderätin
in Biberach), Jörg Tisken (DJV) und ein Vertreter der IG-Metall
aus Ulm.
Er fühle
sich genauso wie das (schlechte) Wetter, sagte Fettback. Er zeigte
sich "immer noch erschüttert" und wiederholte seinen
Vorwurf, dass es "politische Einflussnahme gegeben hat".
An der Spekulation, ob Landrat Peter Schneider Einfluss genommen
habe, wollte sich der OB nicht beteiligen. Den beiden Re-dakteuren
bescheinigte er einen sachlichen und fairen Journalismus. Fettback
äußerte die Sorge, dass "ein unbefangener Journalismus
auf unabsehbare Zeit nicht gewährleistet ist" und hoffte,
"dass die Welle der Empörung anhält, zum Wohl der
Stadt und der freien Information".
Gumz
sagte, wenn die Verleger den Auftrag der Verfassung, für eine
freie und unabhängige Presse einzutreten, nicht erfüllten,
dann sollten sie ihre Lizenzen wieder zurückgeben. Wörtlich:
"Wir kämpfen dafür, dass Journalisten und Mitarbeiter
wieder eingesetzt werden."
Sülzle
sprach für die "Aktion Bündnis Pressefreiheit",
in der nach ihren Angaben unter anderen GEW, IG Metall, ASF, ver.di
und KAB vertreten sind. Sie kündigte ein gemeinsames Vorgehen
an, nannte die Personalentscheidungen "menschenunwürdig"
und sagte, es sei "allerhöchste Zeit", dass die SZ-Biberach
Konkurrenz bekomme.
Auch
Tisken bemühte das Wetter und sah "Eiseskälte in
Biberach und der ganzen Medienlandschaft". Re-dakteure "Knall
auf Fall den Schreibtisch räumen zu lassen", sei "unmenschlich"
und "zynisch". Flankiert wurde der Protest durch einen
Informationsstand auf dem Wochenmarkt, der unter anderen von SPD,
Grünen und IG Metall unterstützt wurde.
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Pressemitteilung
des CDU-Kreisverbandes Biberach
Der CDU
Kreisverband Biberach weist die Gerüchte und Unterstellungen
von
Rot-Grün entschieden zurück, die CDU im Kreis Biberach
hätte Einfluss auf
die Personalpolitik der Schwäbischen Zeitung Ausgabe Biberach
genommen.
Vielmehr müssten sich die SPD im Kreis und die Mandatsträger
der Grünen
fragen ob es im Sinne einer unabhängigen und freien Berichterstattung
gerechtfertigt sei, dass der Landtagskandidat der Grünen im
Landkreises
sowohl im Vorwahlkampf wie auch in der heißen Wahlkampfphase,
als
Mitarbeiter in eigener Sache Berichte über Veranstaltungen
anderer
Kandidaten und Parteien bzw. Verbände schreiben und veröffentlichen
kann.
Die SPD muss sich fragen lassen ob es mit einer unabhängigen
Berichterstattung vereinbar ist, dass der SPD-Kreisvorsitzende von
Biberach als freier Mitarbeiter einen direkten Zugang für
Pressemitteilungen der SPD hatte. Genauso fraglich ist die Unabhängigkeit
eines SPD-Kreisvorstandsmitgliedes als Redakteurin des INFO
das dem
selben Verlag angehört wie die SZ. Diese Redakteurin hat z.B.
vier Tage
vor der OB Wahl in Biberach einen persönlichen Kommentar einseitig
pro
SPD-Kandidat veröffentlicht.
Aufgrund
dieser Fakten erscheint es grotesk wenn sich nun die SPD im
Landkreis Biberach um die Unabhängigkeit in der Berichterstattung
der
Medien sorgt. Der CDU Kreisverband kann auf jeden Fall diese Befürchtungen
der SPD zerstreuen, denn die CDU wird nicht wie Rot Grün versuchen
Funktionsträger der Partei, weder als Angestellte noch als
freie
Mitarbeiter in die Redaktionen der Schwäbischen Zeitung zur
politischen
Berichterstattung zu bringen.
Der CDU
Kreisverband braucht keine redaktionellen Wühlmäuse, sondern
kämpft immer noch für eine faire, freie und unabhängige
Berichterstattung
aller Medien.
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Pressemitteilung
des "www.schaufenster-bc" - Teams (23.03.)
Geht
Zensur der öffentlichen Meinung in Biberach
weiter ?
Biberach:
Möglicherweise geht die Zensur der Pressefreiheit in Biberach
weiter: Der Journalist Uli Stöckle und die Medienagentur Ensemble
wurden gestern am Freitag, den 22. März von der Anwaltskanzlei
der Schwäbischen Zeitung mit einer Unterlassungserklärung
konfrontiert.
Die Anwaltskanzlei
wirft den Betroffenen vor, folgende Behauptungen aufgestellt zu
haben:
"Die
Schwäbische Zeitung vertuscht, dass die Chefredaktion der Schwäbischen
Zeitung die Trennung von Gunther Dahinten auf Druck des Landrats
Peter Schneider betrieben hat."
"Die betriebsbedingte Kündigung die gegenüber Dr.
Roland Reck von Joachim Umbach ausgesprochen wurde, ist eine Falschmeldung"
"Der Landrat hat die Kündigung von Gunther Dahinten und
Dr. Roland Reck betrieben"
"Die Kündigung von Dr. Roland Reck und Gunther Dahinten
ist das Werk eines oberschwäbischen Klüngels"
"Die Kündigungen von Dr. Roland Reck und Gunther Dahinten
sind vergleichbar mit der von den Gerichten in Memmingen betriebenen
fragwürdigen Abtreibungsrechtsprechung"
Der betroffene
Journalist und die Medienagentur verwahren sich gegen die Vorwürfe
und stehen in Kontakt mit Ver.di, um sich dagegen zur Wehr zu setzen.
Die Vorwürfe entbehren jeder Grundlage, erklären Stöckle
und die Agentur. Die vorgeworfenen Behauptungen wurden nie aufgestellt,
und entspringen, nach Angaben der Betroffenen, allein der willkürlichen,
aber wohl für sich selbst sprechenden Auslegung der Zeitung
des verteilten Flugblattes .
Uli Stöckle,
seit 15 Jahren Journalist, kommentiert das Vorgehen der Schwäbischen
Zeitung Biberach als untauglichen Versuch kritische Stimme ohne
konkrete Anhaltspunkte mundtot zu machen. "Wir werden nicht
einknicken, komme was wolle", sagt Stöckle im Interview,
"auch der Vorwurf, wir hätten die Bevölkerung zum
Boykott der Schwäbischen Zeitung aufgerufen ist haltlos, wir
haben lediglich auf die allgemeinen Möglichkeiten hingewiesen,
die ein Bürger hat, seinen Unmut kund zu tun. Natürlich
gehört dazu auch der Hinweis darauf, persönliche Konsequenzen
zu ziehen."
Die betroffene
Medienagentur empfindet das Vorgehen der Schwäbischen Zeitung
als Angriff auf die freie Meinungsäußerung sowie die
Pressefreiheit und ist bereit, bis vor das Bundesverfassungsgericht
zu gehen, um diese Grundrechte bestätigen zu lassen.
Zum Hintergrund:
Stöckle und die Medienagentur haben sich in den vergangenen
Wochen massiv mit Flugblättern für die Pressefreiheit
und die plötzlich entlassenen bzw. freigestellten Redakteure
Dr. Roland Reck und Gunther Dahinten in der Biberacher Lokalredaktion
der Schwäbischen Zeitung eingesetzt. Dahinten war 34 Jahre
Chefredakteur der Biberacher Ausgabe der Schwäbischen Zeitung.
Reck war Kreisredakteur. Nach Angaben des Deutschen Journalisten
Verbandes konnte die Schwäbische Zeitung bislang nur "fadenscheinige
Vorwände" liefern um die Freistellung bzw. Kündigung
zu rechtfertigen. Kommentar Stöckle: "Gegenüber dem,
was DJV Vorsitzender Geibel in seiner Pressemitteilung erklärte,
sind unsere Flugblätter pille-palle Kinderfasching. Ach ja
und wie sagt Joachim Umbach so schön: "Die Schwäbische
Zeitung wird auf der Seite derjenigen sein, die diese überholten
Rituale aufbrechen, die in dieser Stadt - ohne Ansehen des Parteibuches
- etwas positiv verändern wollen."" - Weder Stöckle,
noch die Medienagentur sind parteipolitisch gebunden oder aktiv.
Dass sich die Schwäbische, wie von Umbach heute, Samstag, angekündigt,
in Zukunft Diskussionen entziehen will, um sich darauf zu konzentrieren,
ein interessantes Blatt zu machen, weist nicht darauf hin, dass
die Schwäbische tatsächlich die Interessen der Bürger
vertritt.
Für
Rückfragen: Uli Stöckle Tel.: 07351 -575920 oder 07351-75224
Alois Weckenmann Tel.: 07356 - 938 235
Orginal Schriftsätze unter www.schaufenster-bc.de
Zurück
Aus
der Schwäbischen Zeitung vom 23.03.:
Wir
lassen uns unsere Unabhängigkeit nicht nehmen!
Liebe
Leserinnen, liebe Leser,
das hat
gut getan: 32 von Ihnen haben mich am Mittwoch angerufen. Ihre Beiträge
waren kritisch und konstruktiv, besorgt und aufbauend, ablehnend
und zustimmend - doch allesamt waren sie fair und interessiert.
Sie unterschieden sich - aus meiner Sicht - wohltuend von der organisierten
Entrüstung, die mich in den Tagen zuvor vorwiegend per E-Mail
erreichte. Es gab allerdings auch Empörung, zu der nicht erst
per Flugblatt oder elektronischer Nachricht aufgerufen werden musste.
Die "Schwäbische
Zeitung" nimmt die Sorgen und Ängste ihrer Leser ernst,
sehr ernst. Jeder Anrufer, der am Mittwoch die Gelegenheit nutzte,
sich aus erster Hand zu informieren, wird das sicherlich bestätigen,
auch wenn nicht in allen Gesprächen letztlich Übereinstimmung
zu erzielen war. Das war auch nicht zu erwarten, weil vor allem
die Trennung von Gunther Dahinten - von außen betrachtet -
vielleicht nur schwer nachvollziehbar ist. Die Meinungsverschiedenheiten
der letzten Monate und die vergeblichen Aufforderungen, Unzulänglichkeiten
abzustellen, sind natürlich nicht öffentlich diskutiert
worden.
Bei den
meisten Lesern stand aber nicht unsere Personalentscheidung im Mittelpunkt
des Interesses. Ihnen war die Frage wichtig, wofür die "Schwäbische
Zeitung" inhaltlich steht, welche Art von Journalismus von
ihr zu erwarten ist. Deshalb hier eine etwas ausführlichere
Antwort dazu, die vielen Spekulationen und Unterstellungen der letzten
Tage den Boden entzieht.
Die verlegerischen
Vorgaben finden Sie im Untertitel unserer Zeitung: Unabhängige
Zeitung für christliche Kultur und Politik. Im Grunde ist damit
zwar nicht alles, aber sehr viel gesagt. Die SZ präsentiert
- gleichgültig, ob in Aalen, Lindau, Tuttlingen oder Biberach
- einen Journalismus, der vom Chefredakteur und der Redaktion gestaltet
wird und nicht von außen beeinflusst oder gar gelenkt ist.
Wir haben die Unabhängigkeit, die es uns ermöglicht, die
Maßstäbe und Regeln für uns selbst zu bestimmen.
Der Journalismus, den wir meinen und wollen, ist kritisch, konstruktiv
und fair.
Das Selbstverständnis
der SZ-Redaktion ist eindeutig und ihr Selbstbewusstsein groß:
Wir sind von keiner Partei abhängig, wir sind vor allem unseren
Lesern verpflichtet. Und diese erwarten von uns, dass wir Missstände
aufzeigen, Probleme ansprechen, Skandale aufdecken. Die Leser erwarten
allerdings auch von uns, dass das, was wir ins Blatt rücken,
gründlich recherchiert, richtig dargestellt ist und der Wahrheit
entspricht.
Und bei
der Wahrheit sind wir dann auch beim zweiten Teil unseres Untertitels.
Die SZ ist den christlichen Grundwerten verpflichtet. Darunter ist
sicherlich ein gewisser Werte-Konservatismus, aber auch ein großes
soziales Engagement sowie eine kräftig ausgeprägte Liberalität
zu verstehen. Alles Wertmaßstäbe, die in fast allen demokratischen
Parteien vorhanden sind. Womit auch die Aussage des zweiten Teils
unseres Untertitels eindeutig ist: Keine parteipolitische Zuordnung!
Nun sind
in der aktuellen Biberacher Diskussion Zweifel an der Unabhängigkeit
der SZ-Redaktion aufgekommen - niemand weiß zwar Genaues,
aber es wird immer wieder gerne kolportiert. Sicher wurden diese
Gerüchte auch durch die eine oder andere Äußerung
von Politikern erst angestoßen. Doch auch hier noch einmal
zur Klarstellung: Was die Politiker - wer auch immer - sagen, ist
das eine; wie die Chefredaktion der "Schwäbischen Zeitung"
darauf reagiert, das ist das andere. Und die lässt sich ihre
Unabhängigkeit nicht nehmen. Dafür kämpft sie. Gerade
auch in diesen Tagen. Denn was wollen die, die jetzt den öffentlichen
Druck auf die SZ organisieren? Sie wollen doch das, was sie anderen
unterstellen: Einfluss auf die SZ nehmen! Es geht auch dabei um
unsere Unabhängigkeit! Und wir werden uns nicht anders verhalten
als vorher. Wir werden sie verteidigen!
Die Stimmung
in Biberach ist derzeit ohne Zweifel aufgewühlt. Vor allem
wegen des fortdauernden Wahlkampfes. Obwohl Landtagswahl und OB-Wahl
ausgestanden sind, gibt es auf politischer Ebene nach wie vor die
Unart, bei allen Bewertungen und Stellungnahmen erst einmal zu sondieren,
welchen politischen Nutzen man für sich selbst und seine Partei
daraus ziehen kann. Letztlich ist das eine Stimmungslage, die nicht
zum Wohle der Stadt und der Menschen ist, die in ihr leben. Die
"Schwäbische Zeitung" wird auf der Seite derjenigen
sein, die diese überholten Rituale aufbrechen, die in dieser
Stadt - ohne Ansehen des Parteibuches - etwas positiv verändern
wollen.
Die "Schwäbische
Zeitung" ist in diesen Tagen nicht nur in Biberach in der Diskussion
gewesen - sie war auch im Fokus anderer Medien. Und einiges, was
da so geschrieben und gesendet wurde, ist eine Blamage für
die Branche.
Beispiele:
Was ist von einer Straßenbefragung des SWR-Fernsehens zu halten,
wenn vorher über E-Mails in ausgewählten Kreisen aufgefordert
wird, auch ja zu einem bestimmten Zeitpunkt auf dem Marktplatz zu
sein? Ein objektives Bild? Sicher nicht.
Was ist
von einer Tageszeitung aus der Landeshauptstadt ("Stuttgarter
Nachrichten") zu halten, die kritisch anmerkt, dass "auch
freie Mitarbeiter gehen müssen"? Gemeint ist die ein Jahr
alte Vorgabe der SZ-Chefredaktion, keine Parteifunktionäre
als freie Mitarbeiter zu beschäftigen. Gleichzeitig erklärt
jedoch Jürgen Offenbach, Chefredakteur der "Stuttgarter
Nachrichten", auf Nachfrage, dass für ihn der Einsatz
von aktiven Parteigängern als Mitarbeiter "absolut unvertretbar"
sei. Und weiter: "Jede Redaktion tut gut daran, das nicht zuzulassen."
Ach, was! Doch warum mokiert sich seine Redaktion dann über
ein Haus, das genau das tut? Stuttgarter Geheimnisse!
Und was
ist von einer Gewerkschaft (ver.di) zu halten, die ihre Mitglieder
zu einer Versammlung zum Thema SZ-Biberach aufruft, aber den betroffenen
Chefredakteur, der sich angeboten hat zu informieren, nicht dabei
haben will? Diesmal getreu dem Motto: Ich lasse mir meine Meinung
doch nicht durch andere Informationen kaputtmachen.
Die "Schwäbische
Zeitung" hat keinen Grund, sich irgendwelchen Diskussionen
zu entziehen. Trotzdem wird sie sich mit dem heutigen Tag wieder
weniger mit Gerüchten und Unterstellungen von Außenstehenden
beschäftigen. Wir werden unsere ganze Kraft darauf konzentrieren,
für unsere Leser ein interessantes Blatt zu machen. Tag für
Tag. Darauf haben Sie einen Anspruch. Wir werden ihn erfüllen.
Joachim
Umbach
Zurück
Aus
der Sindelfinger Zeitung vom 21.03.
Auch
freie Mitarbeiter müssen gehen
Proteste
gegen Entlassung bei der
Schwäbischen Zeitung in Biberach
Stuttgart
(maw) - Mit einer Demonstration und einer Unterschriftenaktion
protestieren Biberacher Bürger gegen die überraschende Entlassung
von zwei Redakteuren der ¸¸Schwäbischen Zeitung''.
Für Samstag haben SPD und Grüne, der Deutsche Journalistenverband,
die IG Metall und unabhängige Bürger zu einer Protestaktion in
Biberach aufgerufen. Mit der Entlassung des bisherigen Lokalchefs
der Biberacher Redaktion sowie eines Kreisredakteurs solle
kritischer Journalismus ¸¸mundtot'' gemacht werden, äußerten die
Organisatoren des Protestes.
Am 11. März hatte das Blatt mit Hauptsitz in Leutkirch
überraschend Gunther Dahinten freigestellt, der 34 Jahre lang,
zuletzt als Redaktionsleiter, für die ¸¸Schwäbische Zeitung'' in
Biberach arbeitete. Zugleich wurde Roland Reck, der für die
Kreisseite Biberach verantwortlich war, entlassen. Über die Gründe
wird in Oberschwaben heftig spekuliert. Die SPD vermutet, dass die
Entlassungen auf den Druck von CDU-Politikern zurückgehen. Über
Landrat Peter Schneider (CDU), seit 2001 auch Landtagsabgeordneter,
hatte Reck mehrmals kritisch berichtet.
Am Mittwoch wurde außerdem bekannt, dass sich das Blatt von zwei
freien Mitarbeitern der Biberacher Lokalredaktion trennt: Eugen
Schlachter, im vergangenen Jahr Landtagskandidat der Grünen, und
Martin Gerster, SPD-Kreisvorsitzender und voriges Jahr im
Wahlkampfteam von Ute Vogt. Er habe Dahinten bereits vor einem Jahr
nahe gelegt, die beiden Mitarbeiter nicht mehr
weiterzubeschäftigen, sagte Chefredakteur Joachim Umbach am
Mittwoch auf Anfrage. Eine wichtige Aufgabe in einer Partei lasse
sich nicht mit Lokaljournalismus vereinbaren. Das widerspreche
seinem Verständnis von ¸¸journalistischer Hygiene'', so Umbach.
Reck dagegen sei aus ¸¸betrieblichen Gründen'' gekündigt worden.
Bis Dienstagabend gingen laut Umbach 15 Abo-Kündigungen und 25
Protest-E-Mails ein. Heute stellt sich der Chefredakteur den Lesern
zu einem Gespräch.
Zurück
Aus
der Stuttgarter Zeitung vom 20.03.
Weiter
Wirbel um Biberacher Zeitung
BIBERACH.
Eine neue Spitze in der Lokalredaktion der "Schwäbischen
Zeitung" hat die Gemüter nicht beruhigt. Vor kurzem war der
langjährige Leiter der Lokalredaktion aller Pflichten enthoben
worden. Jetzt soll es eine Unterschriftenaktion geben.
Von Annegert Bock
Noch immer ist der überraschende Wechsel an der Spitze der
Biberacher Lokalausgabe der "Schwäbischen Zeitung"
Tagesgespräch in der Stadt mit 31 000 Einwohnern. Inzwischen hat
Chefredakteur Joachim Umbach erklärt, die "Schwäbische
Zeitung" habe Gunther Dahinten, der seit 34 Jahren in der
Biberacher Lokalredaktion arbeitet, freigestellt, "da schon
länger andauernde Meinungsverschiedenheiten nicht mehr auszuräumen
waren". Weiter heißt es wörtlich: "Das ist keine
Schande, das kommt in den besten Firmen vor." Man habe Gunther
Dahinten Angebote gemacht, "wie man mit Anstand auseinander
gehen kann".
Dem Kreisredakteur Roland Reck sei hingegen wegen der
"anhaltend unbefriedigenden wirtschaftlichen Situation der
Branche" aus betrieblichen Gründen gekündigt worden. Im
Übrigen wies Umbach alle politisch motivierten Gerüchte zurück:
"Eine Einflussnahme seitens des Landrates oder irgendeines
Außenstehenden hat es nicht gegeben."
Viele Biberacher sehen das offenbar anders. Die örtliche SPD hat
eine Umfrage ins Internet gestellt. Bis gestern waren 61,6 Prozent
der Befragten der Meinung, die beiden Redakteure hätten wohl auf
politischen Druck ihre Sessel räumen müssen. Auch die
Journalistenverbände sehen in der Kündigung nach Gutsherrenart
offenbar "Zensurhintergründe". Der Biberacher Uli
Stöckle von der Medienagentur Ensemble hat inzwischen eine
Solidaritätsaktion mit den Redakteuren gestartet und eine Anfrage
an die Stadtverwaltung gerichtet.
Es geht um die Herausgabe eines unabhängigen Gemeinde- oder
Stadtblatts für amtliche Bekanntmachungen. Die Multimediaagentur
vertreibt ein Faltblatt, in dem von Vertuschung, Falschmeldungen,
Medienfilz und Imageschäden die Rede ist. Grüne und SPD haben sich
ebenfalls des Themas angenommen. Der SPD-Kreisvorsitzende Martin
Gerster sieht einen Zusammenhang mit der Wiederwahl von OB Thomas
Fettback (SPD) mit 73 Prozent. Auch gegen andere Redakteure, die
sich eher für Fettback ausgesprochen haben, seien bei den
Verlagshäusern offenbar Protestschreiben von CDU-Funktionären
eingegangen. Wenn eine politische Partei in Oberschwaben
mitbestimme, wer in den Redaktionen schreiben darf, stelle sich die
Frage, ob die Pressefreiheit gewährleistet sei.
Zurück
Aus
der Südwest Presse vom 20.03.
Zeitungsleser
gehen auf die Barrikaden
Personalentscheidungen
der Leutkircher Zentrale treiben Leser der "Schwäbischen
Zeitung" auf die Straße. Am Samstag soll in Biberach
demonstriert werden.
WOLFGANG GRÖNER
BIBERACH 34 Jahre lang hat Lokalchef Gunther Dahinten die
Biberacher Ausgabe der "Schwäbischen Zeitung" geprägt.
Die plötzliche "Freistellung" des 59-jährigen
Redaktionsleiters schlägt in der oberschwäbischen Kreisstadt jetzt
hohe Wellen. Wie Chefredakteur Joachim Umbach "in eigener
Sache" in der Biberacher Samstagausgabe bekannt gab, sei die
anhaltend unbefriedigende wirtschaftliche Situation der
Medienbranche auch an der "Schwäbischen Zeitung" nicht
spurlos vorüber gegangen: "Wir sind deshalb außerdem
gezwungen, uns von dem Redakteur Roland Reck aus betrieblichen Gründen
zu trennen."
Berichte des Kreisredakteurs hatten zu Differenzen mit dem
Biberacher Landrat und Landtagsabgeordneten Peter Schneider (CDU)
geführt. Ein Artikel über Mobbing in einer Behinderteneinrichtung,
eine Reportage über angeblich nicht zugestandene Sozialhilfe sowie
ein Bericht über Tiermehlverfütterung bei Jagdpächtern haben
sogar zu einer Gegendarstellung des Landrats geführt. Schneider
dementierte jedoch, dass er in der Leutkircher Zentrale der Zeitung
Druck gemacht habe, um Dahintens Absetzung zu erreichen. "Eine
Einflussnahme seitens des Landrats oder irgendeines anderen Außenstehenden
hat es nicht gegeben", sagt auch Chefredakteur Umbach.
Dass der Lokalchef nach mehr als 30 Dienstjahren den Schreibtisch räumen
musste, hat in Biberach eingeschlagen wie eine Bombe. "Ich bin
erschüttert", sagte Oberbürgermeister Thomas Fettback (SPD),
erst vor kurzem mit 73 Prozent der Wählerstimmen in seinem Amt bestätigt.
Auch der Biberacher Stadtrat drückte in seiner Sitzung am Montag
sein Missfallen über die Personalentscheidung aus Leutkirch aus.
Man könne sich nicht vorstellen, was zu der Entlassung der
Redakteure geführt haben könnte.
Bereits einen Tag nach der Entlassung der beiden Journalisten wurde
in Biberach ein Flugblatt "Unchristlich und ohne Kultur -
Zensur in Biberach?" verteilt. Hintergrund: Die "Schwäbische"
firmiert im Titel als "unabhängige Zeitung für christliche
Kultur und Politik". Die Unterzeichner des Flugblatts kündigten
an, ihre Abonnements sofort zu kündigen, um damit dem Verlag in
Leutkirch zu demonstrieren, dass Pressefreiheit über Bevormundung
stehe.
Auch in Leserbriefen an das Wochenblatt das mit mehr als 53 000
Exemplaren ebenfalls im Kreis Biberach erscheint und zur SÜDWEST
PRESSE gehört, machten Leser der "Schwäbische Zeitung"
ihrem Ärger Luft und kündigten Proteste an.
Wie aus der Biberacher Lokalredaktion der "Schwäbischen"
zu erfahren war, soll es seit Bekanntwerden der Entlassungen vor
einer Woche Abokündigungen "nur so hageln". Für den
kommenden Samstag um 9 Uhr planen die Grünen, die SPD, unabhängige
Bürger und der Deutsche Journalistenverband eine gemeinsame Aktion
auf dem Biberacher Marktplatz.
Eine Stellungnahme von Chefredakteur Umbach war gestern nicht zu
bekommen.
Zurück
"SPD-Kreisverband, SPD-Ortsvereine sowie SPD-Kreis-und
Gemeinderäte im Kreis Biberach sorgen sich um die Unabhängigkeit
der Medien im Kreis. Die SPD ist bestürzt über die Nachricht, dass
zwei leitende Redakteure der Schwäbischen Zeitung Biberach Knall
auf Fall ihre Schreibtische räumen mussten.
Trotz des Dementis von CDU-Landrat Peter Schneider MdL verstärkt
sich der Eindruck, dass maßgebliche CDU-Vertreter massiven Einfluss
auf die Schwäbische Zeitung ausgeübt haben. Die SPD fragt sich,
welch andere Gründe so gewichtig sein konnten, dass Lokalchef
Gunter Dahinten nach 34 Jahren Tätigkeit und Kreisredakteur Roland
Reck gleichzeitig über Nacht gehen mussten.
Der SPD liegen gesicherte Informationen vor, wonach schon vor
Monaten der CDU-Bundestagsabgeordnete Franz Romer bei der Geschäftsleitung
und Chefredaktion der Schwäbischen Zeitung in Leutkirch
interveniert hat, um zu erreichen, dass politisch anders Denkende
nicht mehr als Freie Mitarbeiter für die Schwäbische Zeitung
schreiben dürfen. Kurz danach wurde den Betroffenen mitgeteilt,
dass von ihnen keine weiteren Beiträge mehr erwünscht sind.
Die SPD befürchtet, dass die Schwäbische Zeitung im Kreis Biberach
endgültig dem Druck der CDU nachgegeben hat und fortan keine
journalistisch unabhängige Berichterstattung mehr gewährleisten
kann.
Zurück
Aus
der Frankfurter Rundschau vom 18.03.
Strittige
Personalpolitik im Ländle
Die Schwäbische
Zeitung hat mit sofortiger Wirkung zwei Redakteure der
Lokalausgabe in Biberach von ihren Aufgaben entbunden. In
Redaktionskreisen wird der Rauswurf des Biberacher Lokalchefs
Gunther Dahinten und des Redakteurs Roland Reck als Versuch
interpretiert, zwei unbequeme Leute loszuwerden, "koste es, was
es wolle". Gunther Dahinten gehörte dem Blatt seit über 30
Jahren an. Chefredakteur Joachim Umbach warf Dahinten mangelnde Führung
und Reck, der mehrfach durch kritische Berichte aufgefallen war,
handwerkliche Fehler vor.
Bereits
vor drei Jahren war die "Zeitung für christliche Kultur und
Politik", so der Untertitel, durch ihre Personalpolitik
aufgefallen: Am Heiligen Abend hatte das Blatt mit einer Auflage von
rund 190 000 ihrem langjährigen Redakteur für Kirchenfragen
fristlos gekündigt, da der sich beim Rottenburger Bischof über den
Personalabbau im Verlag beklagt hatte. he
Zurück
Leonberger
Kreiszeitung vom 16.03.
Vor
dem Landrat eingeknickt?
Gewerkschaft
kritisiert ¸¸Schwäbische Zeitung''
Biberach
- Zwei Personalentscheidungen der ¸¸Schwäbischen
Zeitung'' sorgen im Kreis Biberach für Unruhe. Die Regionalzeitung
trennt sich von einem langjährigen Redaktionsleiter und hat
darüber hinaus einen Redakteur fristlos entlassen.
VON
FRANK SCHWAIBOLD
Nun schießen
die Spekulationen ins Kraut. ¸¸Skandalös'' nennt
Karl Geibel vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV) die Freistellung
des Biberacher Lokalchefs Gunther Dahinten und die Kündigung
des Kreisredakteurs Roland Reck. Chefredaktion und Geschäftsleitung
seien ¸¸schlicht vor politischem Druck des Landrats
Peter Schneider (CDU) wegen missliebiger Berichterstattung eingeknickt''.
Aktueller Anstoß seien ¸¸zwei kritische Berichte
über die Sozialhilfepraxis im Landratsamt sowie das Spannungsfeld
Naturschutz und Jagd gewesen''. Dazu kommt: Der Kreistag überlegt,
ob die Zeitung ihren Status als Amtsblatt verliert.
Schneider
weist den Vorwurf, er habe Einfluss genommen, entschieden zurück.
Allerdings macht er auch keinen Hehl daraus, dass er mit den Berichten
von Reck nicht einverstanden war. Der Redakteur habe ¸¸ohne
jede Recherche vermeintliche Skandale aufgebauscht''. Als Beispiel
führt Schneider einen Artikel über die Jagd an, zu der
Dahinten letztendlich eine 170 Zeilen lange Gegendarstellung des
Landrats abdrucken ließ. In dem Bericht hatte Reck kritisiert,
das Landratsamt sei untätig bei Verstößen gegen
das Landesjagdgesetz. Schneider dagegen sagt, die Behörde sei
¸¸unverzüglich'' allen Anzeigen nachgegangen. Tatsächlich
habe man dann zwei Verstöße beanstanden müssen.
Laut Schneider gab es durch Reck ¸¸immer wieder falsche
Tatsachenbehauptungen''. Deshalb habe er ¸¸es sich auch
erlaubt'', bei dessen Chef Dahinten anzurufen und sich zu beschweren.
Im Fall Reck habe die Zeitung nun ¸¸eine Konsequenz
gezogen, die die Leute hier schon seit Monaten erwarten''. Dass
allerdings auch Dahinten gehen soll, ¸¸überrascht''
Schneider. Denn den Lokalchef hält er ¸¸für
einen guten Journalisten, der auch gründlich recherchiert''.
Chefredakteur Joachim Umbach wehrt sich ebenfalls gegen den Vorwurf,
dass politische Kräfte für die Trennung von den Redakteuren
verantwortlich seien. ¸¸Ich habe Herrn Schneider zuletzt
vor einem Jahr gesehen und vor drei Monaten letztmals mit ihm telefoniert.''
Über die Gründe, die zur Freisetzung von Dahinten führte,
will Umbach ¸¸zu dessen Wohl'' nichts sagen. Der Verlag
habe dem Lokalchef, der 30 Jahre bei dem Blatt arbeitete, ¸¸ein
Angebot gemacht, über das wir noch im Gespräch sind''.
Reck dagegen sei ¸¸betriebsbedingt'' gekündigt
worden.
Zurück
Schwäbische
Zeitung Biberach vom 16.03
Neue
Redaktionsspitze bei der SZ Biberach
Die Regional-
und Lokalredaktion Biberach hat seit dieser Woche einen neuen Leiter.
Der 56-jährige Hartmut Bigalke, bisher Mitglied der SZ-Chefredaktion
in Leutkirch, folgt auf Gunther Dahinten. Ich bin sicher, dass die
"Schwäbische Zeitung" in Biberach unter der Führung
des erfahrenen Kollegen Hartmut Bigalke die Ansprüche erfüllen
kann, die sie sich selbst stellt: Und zwar einen unabhängigen,
sauberen und fairen Journalismus zu machen.
Die "Schwäbische
Zeitung" hat - eine Entscheidung, die uns sehr schwer gefallen
ist - Gunther Dahinten freigestellt, da schon länger andauernde
Meinungsverschiedenheiten nicht mehr auszuräumen waren. Das
ist keine Schande, das kommt in den besten Firmen vor. Deshalb hat
die "Schwäbische Zeitung" Gunther Dahinten auch Angebote
gemacht, wie man mit Anstand auseinandergehen kann. Über die
jetzt Gespräche geführt werden.
Wenn
nun politisch motivierte Gerüchte kursieren, dass die Chefredaktion
die Trennung von Gunther Dahinten auf Druck des Landrates Peter
Schneider betrieben hat, dann ist das schlichtweg falsch. Eine Einflussnahme
seitens des Landrates oder irgendeines anderen Außenstehenden
hat es nicht gegeben.
Die "Schwäbische
Zeitung" ist eine unabhängige Tageszeitung, die sich publizistisch
nicht unter Druck setzen lässt. Auch nicht bei ihren Personalentscheidungen.
Das war seit nunmehr fast sechs Jahrzehnten so. Und das wird auch
in Zukunft so bleiben. In diesem Sinne fühlen wir uns unseren
Leserinnen und Lesern in Biberach, aber auch in anderen Regionen
unseres Verteilungsgebietes verpflichtet.
Die anhaltend
unbefriedigende wirtschaftliche Situation der Medienbranche ist
auch an unserem Hause nicht spurlos vorübergegangen. Wir sind
deshalb außerdem gezwungen, uns von dem Redakteur Roland Reck
aus betrieblichen Gründen zu trennen.
Joachim
Umbach,
Chefredakteur der "Schwäbischen Zeitung"
Leutkirch, 15. März 2002
Zurück
Aus der
StZ vom 14.03
In
Biberach kocht die Gerüchteküche
Zwei Redakteure der Lokalzeitung müssen ohne Begründung
Knall auf Fall ihren Stuhl räumen
Überraschend
ist der langjährige Lokalchef der "Schwäbischen Zeitung"
in Biberach von allen Pflichten als Redaktionsleiter entbunden worden.
Gleichzeitig hat man einem Kreisredakteur gekündigt.
Von
Annegert Bock
"Knall
auf Fall", so wird in Biberach berichtet, haben die beiden
Journalisten am Montag ihren Schreibtisch räumen müssen.
Seit gestern können sich auch die Leser davon überzeugen.
Der Name Gunther Dahinten, der seit Jahrzehnten im Landkreis Biberach
als der lokale Pressemann schlechthin gilt, steht nicht mehr im
Impressum. Der Chefredakteur Joachim Umbach von der "Schwäbischen
Zeitung" Leutkirch bestätigt, dass Dahinten und Roland
Reck nicht mehr an ihre Schreibtische in den Redaktionsräumen
am Biberacher Marktplatz zurückkehren werden. Über Gründe
und Hintergründe wolle er im Interesse der Kollegen aber nicht
sprechen, es werde noch verhandelt.
Spekuliert
wird darüber, dass der Verlag Dahinten, der die fünfzig
seit längerem überschritten hat, lediglich in den vorgezogenen
Ruhestand schicken will, während Reck gekündigt wurde.
Reck hatte die Kreisredaktion erst vor knapp einem Jahr übernommen.
Die "Schwäbische Zeitung" mit einer Gesamtauflage
von 200 000 Exemplaren erscheint in 25 Lokalausgaben. Im Kreis Biberach
hat das Blatt eine Monopolstellung.
Die emotional
geführten Diskussionen, die seit einem halben Jahr von Reck
in Gang gesetzt wurden, beispielsweise über mangelnde Sozialhilfe
im Kreis, über Mobbing in den Heggbacher Anstalten oder unzulässige
Tiermehlverfütterung bei den Jagdpächtern, fanden eine
zwiespältige Resonanz. Das Gerücht, Landrat Peter Schneider
habe sich höchstpersönlich für die Entlassung eingesetzt,
weist der CDU-Politiker entschieden zurück. Seit einem Jahr
sei er überhaupt nicht mehr in der Leutkircher Zentralredaktion
gewesen. Er habe keinerlei Einfluss auf die Presse: "Da wird
mir zu viel zugetraut."
Er glaube
an die Unabhängigkeit der Zeitungsverlage, die Pressefreiheit
sei ihm wichtig. Allerdings habe auch er vier Artikel der "Schwäbischen
Zeitung" in Biberach "journalistisch nicht nachvollziehen
können" und habe sich deshalb mit Gegendarstellungen und
Richtigstellungen gewehrt. Mit Gunther Dahinten habe er allerdings
nie ein Problem gehabt. Er halte bewusst den Medien gegenüber
Distanz, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete. Der Landkreis beschäftige
deshalb auch nur eine Pressesprecherin in Teilzeit. Schneider streitet
nicht ab, dass es Überlegungen gegeben habe, der "Schwäbischen
Zeitung" Biberach die Funktion als Amtsblatt für Kreis
und Stadt zu nehmen. Auch Kreisräte hätten sich darüber
geärgert, dass viele Mitteilungen nur verkürzt oder gar
nicht in der Lokalausgabe abgedruckt würden. Man habe "andiskutiert",
ein eigenes Mitteilungsblatt herauszugeben. Das wäre sicherlich
nicht im Interesse des Schwäbischen Verlags gewesen, aber wohl
auch kein Kündigungsgrund.
Dem Geschäftsführer
Udo Kolb geht allerdings der Ruf voraus, nicht zimperlich zu sein.
Das hat er am Jahreswechsel 1998/99 bewiesen. Just am Heiligen Abend
hatte der Kirchenredakteur Joachim Rogosch, Vater von fünf
Kindern, die fristlose Kündigung erhalten. Er hatte in privatem
Gespräch mit dem damaligen Landesbischof Walter Kasper über
die rüden Methoden geklagt, mit denen im Verlag Personalabbau
betrieben werde. Der Bischof gab diese Information an den Verleger
der "Schwäbischen Zeitung", den Fürsten von
Waldburg-Zeil, weiter. Prompt musste der aufmüpfige Journalist
gehen. Kein Wunder, dass man jetzt munkelt, dass Dahinten gehen
muss, weil er sich für seinen Kollegen Reck stark gemacht hat.
Zurück
Stellungnahme
des DJV vom 14.03.:
Schwäbische
Zeitung knickt vor politischem Druck ein
Skandalös
nannte der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV)
Baden-Württemberg, Karl Geibel, heute die sofortige Freistellung
und angekündigte Kündigung des Biberacher Redaktionsleiters
Gunther Dahinten und des Kreisredakteurs Dr. Roland Reck durch die
Schwäbische Zeitung.
Chefredaktion
und Geschäftsleitung der Schwäbischen seien schlicht vor
politischem Druck des Biberacher Landrats Peter Schneider (CDU)
wegen missliebiger Berichterstattung eingeknickt. Tatsächlich
habe Landrat Schneider schon lange darauf gedrängt, dass sich
die Berichterstattung der Schwäbischen Zeitung ändere.
Aktueller Anstoß seien zwei kritische Berichte über die
Sozialhilfepraxis im Biberacher Landratsamt sowie über das
Spannungsfeld Naturschutz und Jagd gewesen. Chefredakteur Joachim
Umbach habe daraufhin den beiden Journalisten Kampagnenjournalismus
vorgeworfen, ohne sich mit ihren Argumenten auseinanderzusetzen.
Stattdessen seien fadenscheinige Gründe vorgeschoben worden,
um sie feuern zu können. Im Fall Reck würde behauptet,
seine Stelle falle aus Einsparungsgründen weg. In Wahrheit
sei die Stelle sofort wieder besetzt worden. Im Fall Dahinten versuche
man, einen langgedienten und profilierten Lokaljournalisten mit
dem Totschlagsargument der unterschiedlichen Auffassungen über
die Leitung einer Lokalredaktion loszuwerden. Dies sei eine verschärfte
Form des öffentlichen Mobbings gegenüber Mitarbeitern,
denen man soziale Verantwortung schuldet, kritisierte der DJV-Landesvorsitzende.
So geht
unabhängiger Journalismus vor die Hunde, meinte Geibel. Die
Redakteure müssten selbst entscheiden können, wie sie
über eine tagesaktuelle Frage berichten, solange sie die journalistischen
Sorgfaltspflichten wahrten. Das sei die Rechtslage in Sachen innerer
Pressefreiheit. Mit Duckmäusertum sei kein kritischer Journalismus
zu machen, warnte Geibel. Bei der Schwäbischen werde aber durch
rigiden Führungsstil nicht erst seit dem Fall Joachim Rogosch
das Betriebsklima systematisch von der Führungsspitze zerstört.
Zurück
Presseerklärung
von Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband
Biberach
Herr Gunter Dahinten, der Redaktionsleiter der Schwäbischen
Zeitung Biberach, und Herr Roland Reck, zuständig für
die Kreispolitik, wurden vom Schwäbischen Verlag gekündigt
und mit sofortiger Wirkung vom Dienst freigestellt. Beide Kündigungen
sind ein schwerer Schlag gegen die Biberacher Redaktion der SZ.
Die Kündigungen erfolgen für die Öffentlichkeit überraschend.
Als offizielle Gründe werden zum einen betriebliche Gründe
(Herr Reck) und Differenzen (Herr Dahinten) angegeben. Im Falle
Herrn Recks trifft es just einen Journalisten, der in letzter Zeit
Themen wie die Vergabepraxis des Sozialamtes Biberach oder die Heggbacher
Einrichtungen aufgegriffen hat. Durch die Form eines kritischen
Journalismus wurden fruchtbare Debatten in unserem Landkreis losgetreten.
Wir befürchten, dass manche Berichte einigen Herren zu weit
gingen und dass versucht wurde, in Leutkirch politischen Einfluss
geltend zu machen. Sollte dies der Fall sein, wäre der Vorgang
ein schwerer Schlag gegen den Meinungspluralismus einer Zeitung
mit regionaler Monopolstellung.
Zurück
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