| Informationsdefizit
führt zu Vertagung
Die
Fraktionen der UL und der FUB sahen sich in der GR-Sitzung vom 03.
März veranlasst, aus wichtigem Grunde vor Eintritt in die Tagesordnung
eine gemeinsame Stellungnahme zum TOP 2 „Einbringung des städtischen
Haushalts“ abzugeben. Nach dem Vortragen der gemeinsamen
Stellungnahme beantragte Herr BM Beetz die Schließung der
Sitzung. Diesem Antrag wurde durch die CDU und der Zählgemeinschaft
stattgegeben. Der HH-2005 konnte somit nicht eingebracht werden.
Was
war geschehen? Hier die gekürzte Fassung der gemeinsamen Stellungnahme
der UL-Fraktion und FUB-Fraktion.
"Der
VW liegt eine Vorabprüfung der Kommunalaufsicht vom 14. Februar
mit wesentlichen Einlassungen zum städtischen HH-Entwurf 2005
vor. Am Montag, dem 21. Februar, fand ein Gespräch zwischen
Herrn BM Beetz, dem Fraktionssprecher der CDU Herrn Ziller und dem
Fraktionssprecher der UL Herrn Steyer statt. Nachdem das Gespräch
beendet war, wurde Herr Ziller gebeten noch zu bleiben, um einen
weiteren Punkt zu besprechen. In der Fortsetzung des Gesprächs
unter 4 Augen wurde die Vorabprüfung der Kommunalaufsicht dem
Vertreter der CDU ausgehändigt.
Das
Schreiben der Kommunalaufsicht wurde dann am Abend des selbigen
Tages nach einer Aufsichtsratssitzung, an der auch der Fraktionssprecher
der FUB Herr Eisele teilgenommen hatte, den Vertretern der Zählgemeinschaft
aus SPD und FWV zugänglich gemacht.
Am
späten Nachmittag des 02. März erfuhr Herr Eisele per
Zufall und nach Rückfrage bei der UL auch der Fraktionssprecher
der UL am späten Abend von der Existenz des Schreibens. Dieser
Informationsablauf wurde in der GR-Sitzung von Herrn Ziller bestätigt.
Im
Schreiben der Kommunalaufsicht werden wichtige Rahmenpunkte des
städtischen Haushalts angesprochen, konkretisiert und kritisiert.
In der kürze der Zeit war es den beiden Fraktionen nicht möglich,
die Ausführungen der Rechtsaufsichtsbehörde zu analysieren,
in ihren Fraktionen abzustimmen und in ihre Überlegungen zum
HH 2005 einzuarbeiten.
Wenn
man in Betracht zieht, mit welchem Aufwand Herr BM Beetz das Schreiben
der Kommunalaufsicht den Vertretern der CDU und der Zählgemeinschaft
persönlich aushändigte und jeweils die Vertreter der UL
und FUB zeitgleich anwesend und erreichbar gewesen wären, dann
bleibt nur ein einziger Schluss: gezielte, einseitige Information
von Teilen des GR, vorsätzliche Nichtinformation, Missachtung
gegenüber Teilen des Gremiums, bewusstes zurückhalten
von entscheidungsrelevanten Informationen der Kommunalaufsicht.
Die
Reaktion des Bürgermeisters spricht Bände: keine Entschuldigung,
kein Wort des Bedauerns, sonder Ausflüchte und die Schuld auf
Mitarbeiter abwälzen.
Wer
Loyalität erwartet, muss seiner Führsorgepflicht gerecht
werden. Es ist und bleibt Chefsache, Vorgaben der übergeordneten
Behörde an den gesamten GR weiterzugeben. Ein umsichtig handelnder
Bürgermeister würde die Einlassungen und Vorgaben der
kommunalen Aufsichtsbehörde mit dem GR bzw. mit der HH-Strukturkommission
erörtern und beraten. Für die atmosphärischen Störungen
aus diesem Vorfall im Innenverhältnis zwischen VW und Teilen
des GR sowie der Wirkung nach außen trägt die alleinige
Verantwortung Herr BM Beetz."
UL-Fraktion:
Schmehle-Knöpfler, Steyer, Dangel, Gross
FUB-Fraktion: Eisele, Frick, Falkenstein
Zum
Archiv
|