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Beetz gibt 25.000 Euro für Werbeagentur aus
Knapp 25.000 Euro gab Bürgermei-ster Beetz im Zuge der Klinik-Insolvenz für eine Werbeagentur aus - die Leistungen sind dem Gemeinderat bis heute nicht bekannt. Als letzten Juli klar war, dass die Kurkliniken Insolvenz anmelden müssen, schlug Bürgermeister Beetz dem Gemeinderat vor, die in diesem Zuge aufkommende Kommunikation mit den Medien von einer Werbeagentur begleiten zu lassen. Ohne Kostenvoranschlag, aber mit der am selben Tag eingereichten Insolvenzerklärung im Rücken, stimmte der Gemeinderat dem zu.
Bereits im Oktober des letzten Jahres bat die UL den Bürgermeister deshalb um eine Aufstellung der bis dahin durch die Werbeagentur verursachten Kosten. Nachdem - trotz schriftlicher Zusage seitens Beetz - nach mehreren Wochen noch immer keine Aufstellung vorgelegt wurde, fragte die UL im November ein zweites Mal nach. Ohne Erfolg. Erst nach einer Anfang Januar eingereichten Dienstaufsichts-beschwerde zu diesem Thema wurde dem Gemeinderat die Kostenaufstellung vorgelegt.
Sofort war klar, warum Beetz die Aufstellung nicht herausrücken wollte. Nahezu 25.000 Euro waren bis zu diesem Zeitpunkt an die Agentur geflossen. Wofür, das ist den Gemeinderäten auch heute noch ein Rätsel. Von der Erstellung eines Konzeptes ist die Rede - was sich hinter dieser allein mit rund 10.000 Euro veranschlagten Position befindet, wurde dem Gemeinderat bis Redaktionsschluss des Schussenblättles noch nicht mitgeteilt.
Auch eine weitere Position erregte die Aufmerksamkeit der UL: Um auf einen Beetz nicht genehmen Leserbrief einiger ehemaliger Auf-sichtsräte zu reagieren, wurde ebenfalls die Werbeagentur eingeschaltet. Beetz bediente sich hier der von der Stadt bezahlten Agentur, um persönliche Stellungnahmen abzugeben - nach Meinung der UL keine Aufgabe der Stadt, den Betrag hat Beetz selber zu tragen.
Nicht nur aus diesen Gründen, auch weil die weiteren Ausgaben für die Agentur nicht befriedigend dargelegt wurden, stimmte die UL dem Jahresabschluss 2008 nicht zu und fand damit auch eine Mehrheit - elegant nämlich wären mit der Zustimmung damit automatisch die Ausgaben für die Agentur genehmigt gewesen. |