| Rede
zum städt. Haushaltsplan 2005
Nachfolgend
können Sie die am 21. März 2005 im Rahmen der Gemeinderatssitzung
gehaltene Haushaltsrede der UL-Fraktion nachlesen. Es gilt natürlich
das gesprochene Wort:
Herr
BM Beetz, meine Damen und Herren von der Verwaltung und des Gemeinderats,
sehr geehrte Zuhörerinnen und Zuhörer,
heute
geht es um den HH 2005, wie in den Jahren zuvor haben wir es auch
dieses Jahr mit einer sehr angespannten Haushaltslage zu tun. Strukturelle
Veränderungen haben zu Einnahmeneinbrüchen geführt,
die in zurückliegenden Jahren durch den Einsatz von Rücklagen
ausgeglichen werden konnten. Unsere Vermögensreserven haben
wir zwischenzeitlich aufgebraucht. Unsere finanzielle Lage lässt
uns immer weniger Spielraum. Die Ausgaben müssen daher sorgfältig
geplant und überwacht werden. Kostenüberschreitungen können
wir uns nicht erlauben. Den Störfaktoren aus den strukturellen
Veränderungen können wir nur durch innere Strukturanpassung
begegnen. Wir müssen dieses Jahr mit dem Prozess der Umstrukturierung
beginnen und diese muss in den folgenden Jahren konsequent fortgesetzt
werden.
Eingliederung
der Kurverwaltung erste Maßnahme
Eine
erste Maßnahme wurde mit der Eingliederung der Kurverwaltung
in das Rathaus und der Einrichtung eines Bürgerbüros durchgeführt.
Da die Mitarbeiter diese erste Umstrukturierung mittragen, und dafür
wollen wir unseren Dank an dieser Stelle ausdrücken, ergibt
sich ein erweitertes Dienstleistungsangebot für die Bürger
der Stadt Bad Schussenried. Das Einwohnermeldeamt ist barrierefrei
zu erreichen, und durch die Verlagerung werden Miet- und Betriebskosten
gespart. Dies bezeichnen wir als eine intelligente Lösung,
solche Wege finden die voll Unterstützung der UL, diesen Weg
können wir mitgehen.
Kooperationen
im Bereich Bauhof notwendig
Eine
zweite Maßnahme hat der Betriebsausschuss des Eigenbetriebs
Bauhof in seiner letzten Sitzung beraten, beschlossen und dem kaufmännischen
Leiter, Herrn Dieterich, den Auftrag erteilt erste beratende Gespräche
zu führen. Nur über Kooperationen mit den ebenfalls notleidenden
Nachbargemeinden können wir zukünftig die Leistungen des
Baubetriebshofes finanzieren. Es wir sicherlich ein schwieriger
Weg. Es sind Berührungsängste abzubauen und vertrauensbildende
Maßnahmen erforderlich um ein funktionierendes Netzwerk in
der Raumschaft zuknüpfen. Eine besondere Schwierigkeit liegt
in der geographischen Lage von BS. Wir müssen bereit sein,
beim Aufbau des Netzwerks auch Kreisgrenzen zu überschreiten,
und deshalb mit einem kleinen, ersten Baustein mit dem Aufbau eines
Netzwerks beginnen. Um vorhandene Mittel sinnvoll und effektiv einzusetzen
und zu einer optimalen Auslastungen zu kommen, ist ein Leistungsvergleich
erforderlich. Was kann der eine besser, wo sind unsere Stärken.
Nur so sind die Arbeitsplätze im Bauhof zukünftig abzusichern
und das Leistungsniveau zu halten.
Die UL seht in dieser Frag voll und ganz hinter dem Kämmerer,
wir versichern unsere ganze Unterstützung und sind bereit den
vorgezeichneten Weg mitzugehen.
Es
kann nicht sein, dass – wie im Wirtschaftsplan steht –
das Defizit größer wird, nichts erkennbares aber dagegen
unternommen wird. In der mittelfristigen Finanzplanung wird wie
auch für dieses Jahr von einem jährlichen Verlust in der
Höhe von 45.000 Euro ausgegangen, weil es weniger Aufträge
von der Stadt gibt. Dies dann über einen Jahresverlust abzufangen
kann ja wohl nicht sein. Hier muss reagiert und gegengesteuert werden.
Um den Trägerzuschuss so gering wie möglich zu halten,
müssen endlich die genannten Vorschläge der Koordination
mit Nachbargemeinden geprüft und umgesetzt werden. Die UL erwartet
deshalb von der Verwaltung eine zukunftsträchtige Konzeption
für den Eigenbetrieb Bauhof und einen Sachstandsbericht bis
31. Mai diesen Jahres.
Die eingeleiteten Kooperationen können dann in verschiedenen
Bereichen auf verschiedene Arten ausgebaut werden. Vorstellbar sind
Bereiche wie das Stadtbauamt, die Personalverwaltung oder die Kurverwaltung.
Angefangen von der gemeinsamen Beschaffung von Sachmitteln bis hin
zur Umsetzung innovativer Konzepte der gemeinsamen Nutzung von Verwaltungsbereichen
ist vieles möglich. Der Gemeindetag bietet Kooperationsmöglichkeiten
und Hilfestellungen an. Herr Bürgermeister, hier sind Sie gefordert,
Gespräche mit unseren Nachbargemeinden aufzunehmen.
Kurbetriebe:
Fachkompetenter Aufsichtsrat
Eine
dritte Maßnahme wurde im Bereich der Kurbetriebe umgesetzt.
Mit der neuen Bestellung des Aufsichtsrates nach Fachkompetenz hat
der Gemeinderat ein Gremium geschaffen, dass den Aufsichtsratsvorsitzenden
Herrn BM Beetz mit Rat und Tat unterstützt. Dem Aufsichtsratsvorsitzenden
stehen nun fachkompetente Persönlichkeiten zur Seite, die den
„Gesundheitsmarkt“ und seine Regeln aus ihrer beruflichen
Tätigkeit bestens kennen, die sich täglich mit Rechtsfragen
auseinandersetzen, die selbst im Sozialbereich unternehmerisch Tätig
sind, und die Anbindung an den GR ist gewährleistet. Dieses
Potenzial muss zum Wohle unserer Stadt genutzt werden. Wir, der
GR, sollten diesem Aufsichtsrat die nötige Unterstützung
geben, um in aller Ruhe die anstehenden Verhandlungen über
die Neuvergabe der Geschäftsführung führen zu können.
Die Sanierung der Kurbetriebe und die Konsolidierung des städtischen
HH sind in ihrer Wichtigkeit gleichrangig. Vielmehr, die Konsolidierung
des städtischen HH kann nur mit Hilfe einer gesunden Gesundheits-GmbH
erfolgen. Die Arbeitsplätze in den Kurbetrieben haben einen
hohen Stellenwert. Die UL spricht dem neuen Aufsichtrat sein Vertrauen
aus. Wir werden die Bemühungen der Arbeitsgruppe des Aufsichtsrates
voll und ganz unterstützen. Bei den anstehenden Verhandlungen
und bei allen anderen Aufgaben wünschen wir dem Aufsichtsrat
viel Fingerspitzengefühl und ein glückliches Händchen
zum Wohle der Stadt Bad Schussenried und seinen Bürgern.
Wichtige
weitere Punkte
Mit
den eben genannten Schritten konnten endlich lang geforderte und
überfällige strukturelle Änderungen umgesetzt werden.
Dies ist ein Anfang. Es gibt noch mehr, was wir jetzt noch tun müssen.
Einiges hätte schon viel früher gemacht werden müssen,
vieles drängt und muss schnell in Angriff genommen werden.
Wir sind der Meinung, dass folgende zwei Punkte als nächstes
angegangen werden müssen:
- Erstens
die Neustrukturierung und Überarbeitung der Aufgabenverteilung
im Rathaus.
-
Zweitens die Stadtentwicklung, unter der wir Themen wie Gewerbeansiedlung,
Baulandentwicklung, Immobilienkonzept und auch Stadtmarketing
verstehen.
Im
Bereich des Rathauses müssen wir uns dabei die Frage stellen,
welche Aufgaben weiterhin notwendig sind, welche wir anders angehen
sollten und welche besser oder effektiver erledigt werden können.
Dabei sind wir auf die Mitarbeit der Verwaltung angewiesen. Wir
hoffen, dass die VW nach den ersten vorgenommenen Veränderungen
jetzt nicht die Hände in den Schoß legt, sondern den
begonnenen Weg der Umstrukturierung und Neuverteilung der Aufgaben
weiter voranschreitet. Andere Kommunen gehen mit gutem Beispiel
voran und lösen z. B. das Steueramt auf. Hier ist es gut, dass
der BM die Möglichkeit hat, wesentliche Aufgaben z. B. aus
der Gesundheits-GmbH zu delegieren, um sich den Rücken freizuhalten
für verwaltungstechnische Aufgabenerledigungen, Entwicklungen
von Standortssicherungskonzepten und vieles mehr. Die Personaleinsparungen
machen dies notwendig, um die Leistungsfähigkeit aufrecht zu
erhalten und die Effektivität zu steigern.
Wir
erwarten vom Bürgermeister auch, das er sein politisches Gewicht
in die Wagschale wirft, um die für den Schulbau noch ohne genau
definiertes Auszahlungsdatum zugesicherten Landeszuschüsse
frühzeitig nach BS zu ziehen. Damit könnten die Zwischenfinanzierungszeiten,
die wir mit einer Kreditaufnahme überbrücken müssen,
auf ein Minimum reduziert werden.
Handlungsbedarf
bei der Kurverwaltung
Wir
sehen aber in anderen Feldern noch weiteren Handlungsbedarf. Im
Frühjahr 2004 hat der GR in einer Vielzahl von Sitzungen ein
HH-Konsolidierungskonzept erarbeitet, dass von der VW nur teilweise
umgesetzt wurde. Trotz HH-Sperre und Deckelung des Trägerzuschusse
für den Eigenbetrieb Kurverwaltung wurde durch das unbekümmerte
Ausgabeverhalten des BM der Etat maßlos überschritten.
Die Maßnahmen zur Kosteneinsparungen des GR wurden sträflich
missachtet. Heute belastet ein Verlustvortrag von 70.000 €
aus der Kurverwaltung aus den Jahren 2003 und 2004 den städtischen
HH 2005. Hier hat die Kostenüberwachung durch die Kämmerei
nicht funktioniert. Aus diesem Fehler muss man lernen, und der Stadtkämmerer
muss der Aufgabe des Controllings umfassend nachkommen können.
Wir fordern deshalb vom Kämmerer wie in einem Wirtschaftsunternehmen
allgemein üblich vierteljährlich einen Bericht über
die Kostenentwicklung in den einzelnen Bereichen und Eigenbetrieben.
Nur dann kann der GR bei Bedarf frühzeitig Maßnahmen
zur Gegensteuerung einleiten.
Nicht
möglich war uns dies bspw. im Bereich der Kurverwaltung bei
den 20.000 Euro Mehrausgaben im letzten Jahr. Ohne Kenntnis darüber
bzw. vor vollendete Tatsachen gestellt ist keine Gegensteuerung
möglich gewesen. Sie wissen, Herr BM Beetz, dass der Gemeinderat
die Übernahme dieser ungenehmigten Ausgaben im Dezember mir
großer Mehrheit abgelehnt hat. Trotzdem steht dieser Betrag
zur Nachfinanzierung im Wirtschaftsplan der Kurverwaltung. Dies
ist uns unverständlich, hier wird wieder einmal ein eindeutiger
Beschluss missachtet. Der Gemeinderat hat beschlossen, und dieser
Beschluss muss von der Verwaltung und von Ihnen, Herr BM Beetz,
akzeptiert und umgesetzt werden. Herr BM Beetz, sie sollten zu ihrer
Verantwortlichkeit stehen und diese nicht auf den GR abwälzen.
Sie sollten für diese Mehrausgaben den GR nicht in die Pflicht
nehmen. Der GR muss deshalb gegen die Empfehlung des Betriebsausschuss
die Kürzung des Trägerzuschusses für die Kurverwaltung
um 20.000 € beschließen. Wir stellen deshalb den Antrag,
dass diese 20.000 Euro aus dem Wirtschaftsplan gestrichen werden
und der Trägerzuschuss entsprechend gekürzt wird.
Themenbereich
Stadtentwicklung
Nun
aber zum großen Themenbereich der Stadtentwicklung. Schon
bei der HH-Einbringung für das Jahr 2004 hat die UL ein Konzept
für die Veräußerung von städtischen Grundstücken
und Immobilien, die nicht zur Erfüllung städtischer Aufgaben
benötigt werden, gefordert. Der GR hat die Rahmenbedingungen
für den Bereich Zellerhof in einer Sitzung im Sommer beschlossen.
Selbst für die Veräußerung des Bewegungsbads hat
die UL-Fraktion der VW Vorschläge unterbreitet. Wir erwarten
von der VW ein umfassendes Konzept zur Veräußerung städtischer
Grundstücke und Immobilien, deren Einnahmen dann für die
Anschubinvestition zukunftsträchtiger Maßnahmen dienen
können. Uns ist bekannt, dass die Verkaufserlöse zum jetzigen
Zeitpunkt und solange der HH nicht ausgeglichen ist, sofort in die
Finanzierung des laufenden Betriebs und somit der Verringerung des
Defizits fließen würde. Bei der Veräußerung
des Lehrerwohnhauses in Reichenbach wurde uns dies schmerzlich bewusst.
Wir müssen darum eine Lösung finden, durch die der Verkauf
unseres Tafelsilbers eine nachhaltige Wirkung durch die Finanzierung
sinnvoller Projekte erbringt. Wir könnten uns vorstellen dies
durch eine Verlagerung der städtischen Immobilien und Grundstücke
in einen Eigenbetrieb oder eine Grundstücks-GmbH zu realisieren.
Dadurch könnten Vermögenswerte erhalten werden, um diese
für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt einzusetzen. Wir
erwarten von der Verwaltung deshalb, dass Sie unseren Vorschlag
prüft und dem Gemeinderat bis Ende Mai mitteilt, ob und wie
dieser realisierbar ist.
Wir
sehen bei der Stadtentwicklung aber auch noch viel Nachholbedarf.
Viele Themen haben uns hier letztes Jahr beschäftigt. Unser
Vorgehen war aber nicht gut, wir haben keinen detaillierten Entwicklungsplan
in der Tasche. Um uns aber für die Zukunft besser aufzustellen
müssen wir definieren, was wir wollen und wie wir vorgehen
wollen.
Konzept
der Ansiedlung notwendig
Ich
erinnere nur an aktuelle Probleme wie die Belebung unserer Innenstadt
oder der Standortsicherung der Schulen. Diese lassen sich langfristig
nur durch eine Ansiedlung von Gewerbe- und Industriebetrieben erreichen.
Mit einem Zuwachs an Arbeitsplätzen würden sich die Probleme
der Stadt über einen langen Zeitraum schrittweise abbauen.
Um das Ansiedeln von Unternehmen zu erleichtern, muss man heute
andere Wege beschreiten. Der Bau eigener Büro- und Betriebsgebäude
verschlingt und bindet viel produktiv einsetzbares Kapital. Ein
Konzept zur Ansiedelung von Unternehmen muss dies berücksichtigen.
Wir müssen uns daher schleunigst daran machen, zusammen mit
dem Gewerbe- und Handelsverein das veraltete Gutachten bzw. Einzelhandelskonzept
zu überarbeiten und fortzuschreiten.
Bad
Schussenried ist im Wettbewerb in der Region untergegangen. Wo findet
in BS ein Dialog mit der Immobilienwirtschaft statt? Wann werden
in BS mit Investoren, Projektentwicklern, Architekten, Maklern und
Bankenvertretern die Chancen ausgelotet? Die VW muss dem GR endlich
ein Standortmarketing zur Gewinnung von Unternehmen und Investoren
erarbeiten und vorlegen. Eine seit Jahren von der UL geforderte
Maßnahme. Gut vorstellen können wir uns dabei auch eine
Arbeitsgruppe, die sich detailliert mit dem Themengebiet beschäftigt.
Auch
im Baulandbereich besteht Nachholbedarf. Seit Jahren schon kommen
wir nicht voran und können kaum günstige Bauplätze
anbieten, die für die Ansiedlung von jungen Familien Voraussetzung
sind. Lediglich schon seit längerem sich in unserem Besitz
befindliche Bauplätze auf einem meist hohen Preisniveau können
angeboten werden. Wie wir hier mit der Verwertung vorankommen ist
dem Gemeinderat nicht bekannt. Wir fordern von der Verwaltung deshalb
eine regelmäßige Berichtspflicht gegenüber dem Gemeinderat
ein.
Erhöhung
der Grundsteuer
Ein
Punkt, auf den wir besonders eingehen wollen, ist die angestrebte
Erhöhung der Grundsteuer. Diese trifft die Bürger direkt.
Wir von der UL wollen unserer Verantwortung gegenüber den Bürgern
und unserer Stadt gerecht werden und deshalb nicht ohne wenn und
aber einer weiteren Steuererhöhung zustimmen. Wir haben schon
letztes Jahr gesagt, dass eine Zustimmung zu einer Erhöhung
der Grundsteuer für uns nur in Frage kommt, wenn die Stadt
auch zusätzliche Einsparungsanstrengungen aufzeigt. Nachdem
wir auch beim vorliegenden HH nicht den Eindruck haben, dass alles
unternommen wurde was zu unternehmen ist, unterbreiten wir selber
Vorschläge. 150.000 Euro Mehreinnahmen soll die Erhöhung
der Grundsteuer von 350 auf 410 Prozentpunkte bringen.
Das Landratsamt hat uns in seiner Stellungnahme zum HH-Entwurf deutlich
signalisiert, dass wir um diese Erhöhung nicht herumkommen.
Die UL-Fraktion kann einer Erhöhung nur dann zustimmen, wenn
gleichzeitig ein von uns entworfenes Paket verabschiedet wird, das
den städtischen Haushalt um rund 50.000 Euro entlastet. Eine
detaillierte Liste legen wir dem Gemeinderat vor, hauptsächlich
setzt sich der Betrag aus folgenden Positionen zusammen:
- Der
Trägerzuschuss der Kurverwaltung wird wie bereits beschrieben
um 20.000 Euro gekürzt.
- Für
das SHW-Gelände ist ein Gutachten vorgesehen, dessen städtischer
Anteil 18.000 Euro ausmacht. Uns ist nicht klar, wozu wir dieses
benötigen.
- Bei
der Volkshochschule ist eine Anhebung des Zuschusses um 1500 Euro
vorgesehen. Dem werden wir nicht zustimmen, vielmehr machen wir
uns für eine Kürzung um moderate 1000 Euro stark, unterm
Strich eine Einsparung von 3000 Euro.
- Für
die Stadthalle, die Häuser bzw. Hallen der Teilorte und die
Feuerwehr werden wir eine ebenfalls moderate Kürzung der
Zuschüsse beantragen.
Diese
Einsparvorschläge mit rund 50.000 Euro können umgesetzt
werden, ohne dass wir die einzelnen Bereiche bis zur Handlungsunfähigkeit
beschneiden. Hieraus ergibt sich für die VW die Verpflichtung,
auf äußerste Ausgabendisziplin zu achten. In der letzten
GR-Sitzung haben sie Herr BM, den Katalog dessen, was wir den Bürgern
zumuten und abverlangen, aufgelistet. Deshalb sind wir verpflichtet
mit den uns überlassenen Geldern auf das sorgfältigste
umzugehen. Eine Kostenüberschreitung können wir uns nicht
erlauben.
Vorschläge
müssen beraten werden
Für
heute ist gleichzeitig die Verabschiedung des HH vorgesehen. Wir
können uns an der Abstimmung nur beteiligen, wenn vorher über
die von uns eingebrachten Vorschläge beraten und beschlossen
wird. Ein verweis an die HH-Strukturkommission erst nach der Verabschiedung
kommt für uns nicht in Frage. Gebrannte Kinder scheuen das
Feuer. Wir befürchten sonst, dass es so geht wie im letzten
Jahr, als der HH verabschiedet wurde, ohne Sicherheit der Umsetzung
der Anträge aus den Fraktionen.
Herr
Bürgermeister Beetz, werte Kollegen. Wir haben uns eine Menge
an Arbeit vorgenommen. Nicht alles kann sofort und als erstes umgesetzt
werden. Zur Lösung unserer Probleme müssen wir deshalb
strukturiert und nach Plan vorgehen. Nur so kommen wir voran, und
nur so können wir hoffen unseren verlorenen Handlungsspielraum
in einem langwierigen Prozess nach und nach wieder zurück zu
gewinnen. Das Landratsamt und die Kommunalaufsicht sitzen uns dabei
im Nacken. Die Arbeit in der HH-Strukturkommission mit Professor
Hafner wird nicht ausreichen. Der Gemeinderat ist daher aufgefordert,
noch in diesem Halbjahr eine Prioritätenliste aufzustellen,
die es nach und nach abzuarbeiten gilt.
Dabei
wird es auch weiterhin schwere und unspektakuläre Entscheidungen
zu treffen geben. Wir bitten deshalb die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
sowie unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger um Verständnis
und Mithilfe. Wir sind zusammen aufgefordert, die Zukunftsfähigkeit
von Bad Schussenried zu erhalten und weiterzuentwickeln. Dies erfordert
auch viel ehrenamtliches Engagement. Schon seit langem ist dies
in vielen Bereichen vorhanden, die letzten Monate hat sich dies
sogar gesteigert. Dafür möchte sich die UL an dieser Stelle
bei allen Aktiven bedanken. Ohne Ihr Engagement wäre vieles
nicht möglich gewesen und wird auch in Zukunft vieles nicht
möglich sein. Machen Sie bitte weiter so, wir versprechen Ihnen,
auch wir werden uns weiterhin mit aller Kraft dem Wohle unserer
Stadt widmen.
Vielen
Dank für Ihre Aufmerksamkeit
Anträge
der UL-Fraktion zum Haushaltsentwurf 2005 
Kurzfassung der Haushaltsrede 2005
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