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Rede
zum städt. Haushaltsplan 2001
Nachfolgend
können Sie die am 08. März im Rahmen der Gemeinderatssitzung
gehaltene Haushaltsrede des UL-Fraktion nachlesen:
Herr
Bürgermeister Beetz, meine sehr geehrten Damen und Herren
Hinsichtlich
der Stadtentwicklung bahnen sich im Jahr 2001 für die Stadt
Bad Schussenried vielfältige Entscheidungen an. Und Sie, Herr
Bürgermeister Beetz, wollen am Anfang des kommenden Jahres
von den Bad Schussenrieder Bürgerinnen und Bürgern wiedergewählt
werden. In Ihre Amtszeit fielen zwei, für Bad Schussenried
gravierenden Ereignisse, die Krise im Kurwesen - bedingt durch die
Gesundheitsreform - und die Schließung der Eisengießerei,
die Sie sicherlich nicht zu verantworten haben. Man wird sich an
Ihre Wahlaussagen von vor acht Jahren erinnern und Sie darin beurteilen,
wie Sie die Krise gemanagt haben.
Grundsätzliches
Die Stadt
Bad Schussenried liegt mit ihren Tilgungsanstrengungen aus den zurückliegenden
Jahren und im Jahr 2001 beim Schuldenabbau voll im Trend der übrigen
Gemeinden in Ba-Wü. Der städtischen Haushalt wird zum
Ende dieses Jahres einen Schuldenstand von 62.500 DM ausweisen.
Die Zahlen der Schuldenentwicklung könnten ein Beleg für
den Erfolg der langfristig angelegten Strategie zur Haushaltskonsolidierung
der Stadt Bad Schussenried sein. Jedoch, bezogen auf die Gesamtverschuldung
der Stadt Bad Schussenried sind dies gerade mal 0,2 Prozent. Die
Entschuldung des städtischen Haushalts wurde überwiegend
durch die Verlagerung der Schulden auf die städtischen Eigenbetriebe
erreicht. Aus dem Gesamtschuldenstand - einschließlich der
Eigenbetriebe - von rd. 40 Mio. DM ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung
von 5.000 DM, die um das 3,8-fache höher ist, als in vergleichbaren
Gemeinden. Zieht man die rentierlichen Schulden also Schulden,
die über Abgaben finanziert werden - ab, ist die Pro-Kopf-Verschuldung
bei einer landesdurchschnittlichen Verschuldung von 1.300 DM mit
rd. 2.900 DM immer noch doppelt so hoch wie in vergleichbaren Gemeinden.
Trotz aller Anstrengungen ist es der Stadt Bad Schussenried nicht
gelungen, sich aus dem Führungsdrittel in der Rangliste mit
dem Schuldenstand der Gemeinden Ba-Wü zu verabschieden und
ins Mittelfeld oder gar an das Tabellenende abzurutschen.
Die Schaffung
von Eigenbetrieben war erst der erste Teil einer Wegstrecke in die
richtige Richtung. Unser langfristiges Ziel muß lauten: Einen
sich selbst tragenden Verwaltungshaushalt, eine weitere Entschuldung
bei den Eigenbetrieben mit einer im Landesvergleich unterdurchschnittlichen
Abgabenbelastung für unsere Mitbürger anzustreben.
Erfreulich
ist der Rückgang beim Abmangel im Bestattungswesen und durch
die verbesserten Belegungszahlen im Kurwesen die Halbierung des
Jahresverlustes in den städtischen Kurbetrieben. Hier ist zu
hoffen, daß sich dieser Trend fortsetzt und die nächste
Stufe in der Gesundheitsreform nicht wieder zu einem Einbruch in
der Auslastung in den städtischen Kurbetrieben führt.
Aus eigener Kraft werden die städtischen Kurbetriebe sicher
nicht die finanziellen Mitteln für Re- und Erweiterungsinvestitionen
erwirtschaften können. Für einen evtl., zukünftigen
Abmangel muß die Stadt Reserven vorhalten.
Wirksamkeit
von Investitionen / Kurverwaltung
Es sei
mir ein kleiner Rückblick erlaubt, die Jahresrechnungen 1999
liegen ja auch jetzt erst vor. Für Mehrausgaben von 790.000
DM und einer zwei Jahre nach Fertigstellung erforderlichen ersten
provisorischen Dachsanierungsmaßnahme in Höhe von 10.000
DM verfügt die Stadt Bad Schussenried in ihrer Stadthalle wieder
über eine repräsentative gute Stube. Die Bürgerinnen
und Bürger fragen sich mit recht, wie sieht die wirtschaftliche
Nutzung der Stadthalle nach der Renovierung mit einem Investitionsvolumen
von fast 5 Mio. DM aus.
Lt. Haushaltsplan
sind die Einnahmen aus Mieten, Pacht und Benutzung um 20 Prozent
rückläufig. Hierzu darf sicher die Frage gestellt werden,
welche Rolle die Kurverwaltung bei der Belegung der Stadthalle spielt?
Aus dem viel zu spät vorgelegten Jahresbericht der städtischen
Kurverwaltung wird dem Gemeinderat für das Jahr 1999 ein Abmangel
von 431.000 DM aufgetischt. In diesem Zusammenhang ist eine Reduzierung
der Mietkosten durch eine wirkungsvolle Verlagerung der Kurverwaltung
aus dem Neuen Kloster hin zum Stadtkern zu verwirklichen.
Mit dem
jährlichen städtischen Trägerzuschuß von fast
einer halben Mio. DM muß eine gezielte Vermarktung der Stadt
Bad Schussenried angestrebt werden.
Die Stadt
leistet sich auf der einen Seite einen hohen Trägerzuschuß
für die städtische Kurverwaltung und auf der anderen Seite
wird gegen die Beschlußfassung des Gemeinderates die Gründung
einer Tourismus GmbH nur halbherzig betrieben. In der mittelfristigen
Finanzplanung sind für eine Touristik GmbH keine Mittel eingestellt.
Die Fraktion der UL sieht nach wie vor in der Zusammenarbeit mit
der Brauerei Ott, dem Handels- und Gewerbeverein, interessierten
Bürgern und der Stadt Bad Schussenried in einer Touristik GmbH
das geeignete Medium zur Vermarktung der Stadt Bad Schussenried.
Hier besteht weiterhin dringlichster Handlungsbedarf.
Faßt
man die aufgebrachten Eigenmittel der Stadt Bad Schussenried und
die Aufwendungen aus Landesmitteln aus den zurückliegenden
Jahren für die Sanierungsmaßnahmen Stadthalle, Schulstraße
und die geplanten Projekte wie Erschließung Neues Kloster
und Sommerbad zusammen, so ergibt sich lediglich ein laues Wirtschaftslüftchen
und nicht der, für Bad Schussenried so notwendig erforderliche
starke wirtschaftliche Aufwind, um die weggebrochenen Arbeitsplätze
aus dem Kurwesen und der Schließung der Eisengießerei
wettzumachen.
Investitionen
müssen gezielt eingebracht werden. In Ihrem Bemühen muß
sich die Verwaltung an den Vorstellungen des Wirtschaftsministers
orientieren und die Forderung umsetzen, daß aus jeder Fördermark
in der Stadterneuerung bis zu acht Mark an privaten und öffentlichen
Folgeinvestitionen mobilisiert werden. Nur mit Hilfe der Bad Schussenrieder
Bürgerinnen und Bürger können wir die Probleme bewältigen.
Die Verwaltung zusammen mit dem Gemeinderat müssen die Rahmenbedingungen
für ein freundliches Investitionsklima schaffen.
Die Erschließungsmaßnahme
Neuen Klosters mit einem Investitionsvolumen von 1,6
Mio. DM soll mit 800.000 DM aus der Zuwendung für die städtebauliche
Erneuerungsmaßnahme Wilhelmshütte gegen die
Absicht des Gemeinderats finanziert werden. Nicht nur, daß
sich durch diesen Parkplatz im Zentrum von Bad Schussenried das
Verkehrsaufkommen in der Stadt Mitte erhöhen wird, es werden
auch noch Mittel verwendet, die dann an anderer Stelle fehlen. Dieser
geplante und vom Bürgermeister unbedingt gewollte Parkplatz
macht ohne Verkehrskonzept zur Beruhigung des Verkehrs auf der Wilhelm-Schussen-Straße
keinen Sinn. Das zweite geplante Großprojekt Sommerbad
erfordert im Jahr 2001 städtische Eigenmittel von 1,1 Mio.
DM und zehrt über die nächsten Jahre alle Rücklagen
auf. Mit diesem Einzelprojekt Sommerbad, ohne Einbindung
in ein umfassendes Touristikkonzept zur Vermarktung, würde
man zu den schon vorhandenen eine weitere Planungsruine hinzufügt.
Es ist
bedauerlich, daß es dem Gemeinderat im Frühjahr 2000
nicht gelungen ist, sie Herr Bürgermeister Beetz für die
Gangart des Gemeinderats zu begeistern. Hätte man im Mai 2000
in einer vom Gemeinderat gewünschten Klausurtagung zusammen
mit den Amtsleitern des Rathauses aus dem vorliegenden Tourismuskonzept
und den übrigen Belangen der Stadt Bad Schussenried Maßnahmen
für Mitteln aus dem Ausgleichsstock erarbeitet, dann hätte
das beauftragte Planungsbüro mit den entsprechenden Vorgaben
an Eckdaten und einem möglichen Finanzrahmen bis zum Herbst
2000 diskutable Entwürfe vorlegen können. Der Stadtkämmerer
wäre dann in der Lage gewesen solide Finanzierungspläne
in den Haushalt einzuarbeiten.
Mit den
Planansatz bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer von 5 Mio. DM
ist sicherlich ein realistischerer Ansatz als in den Jahren zuvor
gewählt und damit eine seit Jahren gestellte Forderung der
UL erfüllt worden. Damit haben wir aber eine Obergrenze erreicht
und es kann nicht mit Mehreinnahmen gerechnet werden. Dies erfordert
zukünftig von allen Beteiligten größte Haushaltsdisziplin.
Personalkosten
Die Erfüllung
der Pflichtaufgaben einer Stadt erfordern die Ausstattung der Verwaltung
mit entsprechendem Personal. Die UL-Fraktion hat die notwendig gewordene
Entscheidung bei der Neubesetzung des Bauamtsleiters mitgetragen
und wird auch die notwendigen Maßnahmen hinsichtlich der Personalbesetzung
im Bauamt mittragen. Mit der Berufung eines Projektmanagers unterstützt
der Gemeinderat die Verwaltungsspitze in der Erfüllung ihrer
Aufgaben hinsichtlich 2003. Der Jugendpfleger und das entsprechende
Personal für Kindergärten und die verläßliche
Grundschule ist eine absolute Notwendigkeit. Im Gegenzug darf der
Gemeinderat vom Bürgermeister erwarten, daß das Organisationsgutachten
und die Umstrukturierung in der Verwaltung hin zu einem effizienten,
bürgerfreundlichen Dienstleistungsbetrieb angegangen und umgesetzt
wird. Der Anstieg bei den Personalkosten im Haushaltsjahr 2001 um
400.000 DM auf rd. 4,1 Mio. DM läßt die Vermutung zu,
daß das Einsparpotential aus dem Organisationsgutachten nicht
umgesetzt wurde. Der Gemeinderat muß die, schon im Vorjahr
geforderte und beschlossene Umsetzung des Organisationsgutachten,
vom Bürgermeister im laufenden Jahr 2001 unabdingbar einfordern.
Unterhaltsmaßnahmen
In einem
zweiten Bauabschnitt wird im Jahr 2001 das Rathaus einer notwendigen
Innen- und Außensanierung für 165.000 DM unterzogen.
Für den Unterhalt der Gemeindestraßen sind 474.000 DM
vorgesehen. Ob aber die vorgesehenen 300.000 DM für die Behebung
der Sanierungslücke aus den zurückliegenden Jahren bei
den übrigen städtischen Gebäuden ausreicht, darf
bezweifelt werden. Hier ist eine vermehrte Anstrengung zur städtischen
Vermögenssicherung notwendig.
Vermögenshaushalt
/ Investitionsvorhaben
Die Einnahmen
im Vermögenshaushalt setzen sich im wesentlichen zusammen aus
der kleinen, selbst erwirtschafteten Zuführungsrate von 270.000
DM, den unverantwortlich hohen Entnahmen von 4,32 Mio. DM aus der
Rücklage und aus möglichen Grundstücksveräußerungen
von 1,5 Mio. DM.
Bei gleichzeitig
leerstehenden Bauprojekten ergibt sich aus der Finanzierung über
Grundstücksveräußerungen ein mehr als spekulativer
Finanzierungsansatz, der zudem einen Zuzug nach Bad Schussenried
voraus setzt. Dieser wiederum bedingt langfristig ein Wachstum beim
Arbeitsplatzangebot in Bad Schussenried. Bezüglich der Grundstückspreise
hat aber die Stadt Bad Schussenried das Ziel familiengerechtes,
bezahlbares Bauen aus dem Auge verloren.
Die Einnahmen
werden in der Hauptsache für folgende Vorhaben bereitgestellt:
Sommerbad Zellersee 1,1 Mio. DM, Parkplatz Erschließung Neues
Kloster 800.000 DM, Dorfgemeinschaftshaus Reichenbach 200.000 DM
und Umgehungsstraße 100.000 DM.
Das Problem
sind nicht nur die diesjährigen hohen Ausgaben für zwei
große Freiwilligkeitsleistungen Sommerbad und Parkplatz
sondern die eingeplanten hohen Kosten in den kommenden Jahren
bis zur Fertigstellung der Projekte: Sommerbad Zellersee, Stadterneuerung
Wilhelmshütte und Dorfgemeinschaftshaus Reichenbach.
Der Stadt Bad Schussenried muß es wesentlich besser gehen
als im Vorjahr. Forderte Herr Bürgermeister Beetz im letzten
Jahr vom Gemeinderat äußerste Sparsamkeit ein, so wird
wohl dieses Jahr das Geld mit beiden Händen übermächtig
ausgegeben. Der Bürgermeister zieht sogar eine Kreditaufnahme
in Erwägung. Da fragt sich der mündige Bürger schon,
warum?
Nach
Meinung der Fraktion der Unabhängigen Liste ist der Ausbau
des Zellerseebads viel zu großartig geplant. Hier muß
deutlich abgespeckt werden.
Beim
Projekt Dorfgemeinschaftshaus Reichenbach sind in der
Gemeinschaftssitzung Gemeinderat und Ortschaftsrat Reichenbach -
entsprechend dem Denkanstoß der UL-Fraktion in ihrer letztjährigen
Haushaltsrede - die ersten Schritte in die richtige Richtung getan
worden. Die Verwaltungsspitze wird jedoch noch viel Überzeugungsarbeit
leisten müssen, um den Ortschaftsrat, die Vereine und die Bürgerinnen
und Bürger von Reichenbach von der Wichtigkeit zur Stärkung
der Dorfmitte und den Finanzierungsmöglichkeiten zu überzeugen.
Die UL wird die Umwidmung der eingestellten Mitteln von 200.000
DM vom Projekt im Sam hin zum Projekt Gasthaus
Hirsch beantragen.
Zur
unendlichen Geschichte Umgehungsstraße
Nach
Meinung der UL-Fraktion würde eine Verkehrsführung über
die vorhandene Umgehungsstraße und einer Fortführung
des Verkehrs über die Bahnhofsstraße Richtung Haslach
und Tannhausen nach Aulendorf nicht nur zur Entlastung der Innenstadt
sondern auch zur Entlastung von Otterswang führen. Dieses Verkehrskonzept
muß die Verwaltung mit Nachdruck parallel zur Planung der
Fortsetzung der Ringstraße verfolgen.
Bahnhof,
das leidige Thema
Die Stadt
Bad Schussenried wird mit dem diesjährigen Fahrplanwechsel
in das Nahverkehrskonzept des Landkreises einbezogen, und mit der
Einführung des Interregioexpreßes wird sich für
Bad Schussenried die Verkehrsanbindung, zumindest für die nächsten
eineinhalb Jahre, verbessern. Der Bahnhof und der Bahnhofsvorplatz
wird damit zu einem leidigen Thema. Herr Bürgermeister, sicher
sind die Verhandlungen mit der Bahn AG schwierig und langwierig.
Die Verwaltungsspitze muß aber mit allem Nachdruck zu diesem
Problemfeld eine Lösung anstreben. Ein sich außer Betrieb
befindlicher Fahrkartenautomat, ein heruntergewirtschaftetes Bahnhofsgebäude
und ein mehr als unansehlicher Bahnhofsvorplatz sind keine nahverkehrsfördernden
Komponenten, geschweige denn eine Visitenkarte für eine Badestadt.
Mit den
Planansätzen im Vermögenshaushalt und im Wirtschaftsplan
städtische Abwasserbeseitigung hinsichtlich Rohrwiesenstraße
wird im Haushaltsjahr 2001 nun endlich eine wichtige Erschließungslücke
im Industriegebiet geschlossen und die Anwohner der Kohlplatte entlastet.
Ich will
mich einem weiteren Problemfeld der Zukunft zuwenden.
Wir müssen
schon heute - besser gestern - alle Anstrengungen unternehmen, um
Investoren für den Standort Bad Schussenried zu gewinnen. Auch
wenn die Stadt Bad Schussenried noch nicht Eigentümer des ehemaligen
SHW-Geländes ist, so muß man doch die regionalen und
überregionalen Unternehmungen auf den Standort Bad Schussenried
aufmerksam machen. Wir brauchen eine Auswahl von Investoren, die
eine mit dem Tourismus und den Kurbetrieben verträgliche Gewerbeansiedlung
in der Stadtmitte ermöglicht. Dies wird nicht einfach sein
und erfordert viel Engagement und Verhandlungsgeschick von der Verwaltungsspitze.
Die Bedürfnisse der zukünftigen Investoren werden die
Planung zur Stadterneuerung Wilhelmshütte nachhaltig
beeinflussen. Wir müssen alle Kräfte bündeln, um
den Wirtschaftsstandort Bad Schussenried attraktiv zu machen. Nur
so kann die Wirtschafts- und Steuerkraft nachhaltig gestärkt
werden. Das gilt für den industriellen und gewerblichen Bereich
wie auch für den Einzelhandel. Wir müssen Industrie- und
Gewerbeflächen sinnvoll für ortsansässige und fremde
Unternehmen zur Verfügung stellen und vermarkten.
Fazit
Diesem
Haushaltsentwurf wird man als verantwortlich handelnder Gemeinderat
nicht zustimmen können. Wir können uns auch nicht vorstellen,
daß das Landratsamt als kommunale Aufsichtsbehörde diesen
Risikohaushalt genehmigen wird. Die Rücklagen werden im Jahr
2001 bis auf einen frei verfügbaren Rest von 300.000 DM aufgezehrt.
Als die
Fraktionen den Zellersee im Maßnahmenkatalog für die
Mittel aus dem Ausgleichsstock vorschlugen, ging man lt. Frost-Konzept
von einer Investition von ca. 500.000 DM aus. Im Haushaltsplan sind
5 Mio. DM vorgesehen und lt. Planungsbüro bläht sich das
Investitionsvolumen bis Fertigstellung auf 9,5 Mio. DM auf. Unter
diesen Prämissen kann eine seriöse Finanzpolitik nicht
aufgebaut werden. Dies liegt sicher nicht im Verantwortungsbereich
des Stadtkämmerers. Wir sehen in der Umsetzung des vorliegenden
Wahlaktionismuses in den nächsten Jahren keine Möglichkeit
zur Umsetzung. Dieser Haushalt läßt keine Reserven für
anstehende zukünftige Aufgaben der Stadt. In den Ausschüssen
wird noch viel Arbeit erforderlich sein, um korrigierend in den
Haushalt einzuwirken.
Damit
möchte ich enden; indem ich mich im Namen meiner Fraktion bei
Ihnen Herr Bürgermeister Beetz, bei Ihnen Herr Stadtkämmerer
Dieterich und bei Ihren Mitarbeitern ganz für den Einsatz bedanke,
den Sie alle im Zusammenhang mit der Erarbeitung dieses Haushalts
geleistet haben. Mein Dank geht auch an alle übrigen für
die Stadt Bad Schussenried tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Jahr.
Ich danke
Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit
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