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Antrag
der UL-Fraktion auf Bildung eines Eigenbetriebs (Sept. 2003)
Dorfgemeinschaftshaus
Reichenbach
Trotz
der schwierigen finanzpolitischen Lage steht der Gemeinderat bei
den Reichenbacher Bürgern im Wort und alle Fraktionen haben
sich bestimmt schon viele Gedanken gemacht, wie der gordische Knoten
"Dorfgemeinschaftshaus" zu lösen wäre. Auch
die UL-Fraktion hat sich immer wieder mit dem Dorfgemeinschaftshaus
beschäftigt. Schon unter dem früheren Ortsvorsteher Sontheimer
hat im Jahre 1999 eine Begehung mit der UL-Fraktion stattgefunden,
und seither bemüht sich die UL-Fraktion um eine sinnvolle Lösung.
Nachdem
im Dezember 2001 ein notarieller Vertrag über eine 30-jährige
Nutzung abgeschlossen wurde und durch Bescheid vom Frühjahr
2002 hat das Regierungspräsidium Tübingen einen Zuschuss
von bis zu 357.000,00 Euro bewilligt hat, schien das Projekt zu
laufen. Auf Grund der finanziellen Situation der Stadt Bad Schussenried
konnten jedoch die notwendigen Eigenmittel der Stadt nicht bereitgestellt
werden.
Im Februar
2003 beschloss daher der Gemeinderat Grundstücke in Reichenbach
bzw. deren Verkaufserlös als Eigenmittel einzusetzen. Doch
die finanzielle Situation der Stadt verschlechterte sich noch mehr
und dieser Kauferlös muß aus haushaltstechnischen Gründen
zwingend zur Schuldentilgung verwendet werden. Der Gemeinderat hat
dabei keinen Spielraum.
Aufgrund
dieser Situation steht die Verwirklichung des Projekts Dorfgemeinschaftshaus
in den Sternen. Die UL-Fraktion stellte nun in der Gemeinderatssitzung
den Antrag für das Dorfgemeinschaftshaus einen sog. Eigenbetrieb
nach der Gemeindeordnung einzurichten. Der Eigenbetrieb hat die
Aufgabe der Herstellung, der Unterhaltung und des Betriebs eines
Dorfgemeinschaftshauses im ehemaligen Gasthof Hirsch in Reichenbach.
Dieser Eigenbetrieb stellt nach der Gemeindeordnung ein sog. Sondervermögen
dar, das unabhängig ist vom eigentlichen städtischen Haushalt.
Als Kapitalanteil
in diesen Eigenbetrieb würde die Stadt den Verkaufserlös
aus dem Lehrerwohnhaus in Reichenbach, den Zuschuss des Regierungspräsidiums
sowie evtl. weitere Grundstücke aus Reichenbach einbringen.
Damit wäre der finanzielle Beitrag der Stadt geleistet und
somit auch der Zuschuss des Reg.Präs. gesichert. Mit dem Bau
könnte begonnen werden.
Mit diesem
Modell Eigenbetrieb, hätten wir nicht nur die Möglichkeit
der Finanzierung sondern zugleich auch der Offenlegung und Deckelung
der Kosten. Damit könnte das Dorfgemeinschaftshaus Reichenbach
zugleich Vorreiter für die Stadthalle und die Turn- und Festhalle
Otterswang sein.
Die UL
meint mit dem Vorschlag des Eigenbetriebs einen guten Weg aufzuzeigen,
- einen
guten Weg für die Ortschaft Reichenbach, dass die Vereine
endlich Proberäume und Veranstaltungsräume bekommen,
wie die beiden anderen Ortsteile Otterswang und Steinhausen.
- einen
guten Weg für den Ortschaftsrat und Ortsvorsteher Unmuth
dass ihre Bemühungen und ihr Einsatz für ihr Dorf anerkannt
und von Erfolg gekrönt wird
- einen
guten Weg für den Gemeinderat in schwierigen Zeiten Wort
gehalten zu haben und glaubwürdig zu sein.
- einen
guten Weg für den Stadtbaumeister Kuntosch da er die Bauleitung
übernehmen soll und sich somit in Schussenried profilieren
kann
- einen
guten Weg für den Stadtkämmerer Dietrich, da der Haushalt
nicht mit dem Eigenbetrieb belastet und wird und seine langjährigen
Forderungen nach Kostentransparenz und Deckelung der Unterhaltungskosten
aufgegriffen wurden.
- und
last but not least einen guten Weg für Herrn Bürgermeister
Beetz, den dieser Vorschlag dient dem Gemeindefrieden und auch
ihm persönlich.
Wenn
Ärger und Zorn und Unfrieden zwischen dem Ortsvorsteher und
Ortschaftsrat einerseits und dem Bürgermeister und der Verwaltung
andererseits herrschen, kann aus dem Projekt Dorfgemeinschaftshaus
nichts werden. Beide Teile müssen aufeinander zugehen.
Wir von
der UL-Fraktion wünschen und hoffen deshalb, dass alle Fraktionen
und die Verwaltung sich dem Antrag anschliessen können, dass
wäre ein wichtiges Signal für unsere Stadt.
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