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Bahnreform
Schussenried ist Fahrplan-Gewinner
Wie die
Deutsche Bahn AG schon lange beschlossen hat, werden nach dem Fahrplanwechsel
auf der Trasse Friedrichshafen Ulm nur noch zwei InterReggios täglich
fahren. Stattdessen wird es dann den InterreggioExpress geben.
Von
SZ-Mitarbeiterin Anne Oschwald
Was Manfred
Blumenschein schon während der Unterschriftenaktion zum Erhalt
des InterReggios gefordert hat, wird aller Voraussicht nach im Sommer
diesen Jahres spruchreif. Nach dem neuen Konzept werden auch Bad
Schussenried und Laupheim im Stundentakt wieder an Friedrichshafen
und Ulm angeschlossen. Die Zeiten sind auf den Fernverkehr in Ulm
abgestimmt. Dies wurde auf der Tagung des Fahrgastverbandes Pro
Bahn im Januar in Friedrichshafen vorgestellt. Blumenschein ist
Mitglied des Verbandes, der bei der Fahrplangestaltung mitwirkt.
An dieser Stelle muss aber auch erwähnt werden, dass die Konzeption
bei einer Konferenz der Deutschen Bahn AG Anfang April endgültig
abgesegnet werden muss. Doch da sieht Blumenschein keine Probleme.
Erfahrungsgemäß wird ein Konzept dieser Art genehmigt,
sagte Blumenschein als er es in Bad Schussenried vorstellte. Mögliche
Änderungen lägen im Minutenbereich.
Auch
ein Maulkorb des Nahverkehrsamtes konnte Blumenschein nicht stoppen
Blumenschein
wird im Bekanntenkreis als Eisenbahn-Freak gehandelt. Für den
Wirtschaftsingenieur selber ist die Begeisterung an allem was mit
Zugverkehr zu tun hat eher Überlebensstrategie, als ein verschrobenes
Interesse. Denn seit 1991 pendelt der zweifache Familienvater täglich
von Bad Schussenried zur Arbeit am Sozialministerium nach Stuttgart.
Im Herbst letzten Jahres sah Blumenschein die Chance für Bad
Schussenried gekommen. Es sollte wieder im Stundentakt an den Süden
und Norden angebunden sein, wie zu Zeiten vor dem InterReggio. Denn
in Bad Schussenried hielt der InterReggio ohnehin nicht. Auch ein
Maulkorb vom Nahverkehrsamt stoppte Blumenschein und die eigens
im Herbst in Schussenried gegründete Bürgerinitiative
Südbahn nicht. Beim Landratsamt sah man nämlich die Unterschriftenaktion
für den InterReggio durch eine Flugblattaktion Blumenscheins
gefährdet.
BOB-Bahn
muß mit Biberach verbunden werden
Bad
Schussenried ist der Gewinner beim neuen Fahrplan, so Blumenschein.
Dennoch wird es in der Region auch künftig Probleme zu lösen
geben. So sieht die Bürgerinitiative die Notwendigkeit die
BOB Bahn von Aulendorf aus mit der Regionalbahn Biberach-Ulm zu
verbinden. Ein weiteres gravierendes Problem sieht Blumenschein
im Jahre 2002 auf die Region zukommen. Bis dahin wird die Trasse
Köln-Frankfurt fertiggestellt sein. Dann wird der Fernverkehr
ganz neu gestaltet.
Im Moment
deutet alles darauf hin, dass der ICE künftig nur noch im Zweistunden-Takt
über Mannheim, Stuttgart, Ulm, Augsburg nach München fährt.
Neuesten Plänen zufolge sollen die anderen Züge die Trasse
Frankfurt-Würzburg-Nürnberg nach München nehmen.
Und dann würde Oberschwaben wirklich vom Fernverkehr abgehängt.
Dann ohnt sich ein Aufstand in unserer Region, sagte
Blumenschein in Anspielung auf die heftigen Reaktionen zur Streichung
des InterReggio im letzten Herbst.
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