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Neue
Perspektiven in der Stadt
Am 13.
Januar trafen sich auf Einladung der UL überraschend viele
interessierte Bürgerinnen und Bürger um unter der Leitung
von Herrn Rektor a.D. Karl Kaufmann das Gelände um das alte
Kloster, und vor allem die frei liegende Fläche der ehemaligen
SHW-Anlage zu besichtigen.
Die stellvertretende
Bürgermeisterin Hansi Schmehle-Knöpfler begrüßte
die 60 Besucher bevor Herr Kaufmann seine Führung am Törle
begann. Beim Gang durchs Kirchengässle, an der Biberacherstr.
entlang der Klostermauer und am Rand des Geländes gab er seinen
Zuhörern viele Informationen zur Geschichte des Klosters, der
alten Gase und der alten Klostermauer. Diese wurde wahrscheinlich
von Domenikus Zimmermann geplant und gebaut und diente den Klosterschülern
in vergangenen Tagen zur Freizeitbeschäftigung, bevor sie nach
der Säkularisation vom SHW als Lagerplatz benützt wurde.
Auch in ihrem jetzigen, sehr stark beschädigten Zustand, ist
diese Mauer ein beachtliches Bauwerk mit einem hohen historischen
Wert. Herr Kaufmann, der sich seit Jahrzehnten mit der Geschichte
des Klosters beschäftigt, und ein Experte auf diesem Gebiet
ist, legte in seinen Ausführungen größten Wert darauf,
dass diese Mauer baldmöglichst vermessen und untersucht werden
sollte, damit sie zu gegebener Zeit detailgetreu restauriert werden
kann.
Sanierung
Aufgabe von Land und SHW
Nach
der einstündigen Führung traf sich ein großer Teil
der Besucher wieder zu einer Besprechung im Cafe Walser, um sich
bei wärmeren Temperaturen über die Möglichkeiten
einer Entwicklung auf dem besichtigten Gelände zu unterhalten.
" Bei einer Überplanung des Areals kommt es vor allem
darauf an, dass einerseits die historischen Vorgaben berücksichtigt,
und andererseits auch die Interessen von möglichen Investoren
beachtet werden", so Beate Jeske-Wilzek von der UL. Eine Anregung
aus der Zuhörerschaft war ein Architektenwettbewerb auszuschreiben.
Bevor allerdings konkrete Schritte unternommen werden können,
muss das Gelände saniert, das heißt von Schadstoffen
durch Bodenaustausch befreit werden. Dies ist aber die Aufgabe des
SHW und des Landes.
Abschluss
der Sanierung möglichst bis 2003
Alle
Anwesende waren sich darüber einig, dass diese Sanierung im
Idealfall bis zur Landesausstellung 2003 abgeschlossen sein sollte,
damit das Gelände in dieser Zeit als Parkplatz nutzbar wird,
und der Blick auf die Klostermauer für die Besucher möglich
ist. Eine schnelle Sanierung wäre auch im Interesse des Wasserschutzes
notwendig, denn je länger die Fläche frei liegt, um so
tiefer können die Schadstoffe ins Erdreich gelangen.
Für
die Stadtentwicklung lägen nach Ansicht der TeilnehmerInnen
in der Freifläche sicher die größten Chancen, denn
hier bekomme Schussenried mitten in der Stadt neue Nutzungs- und
Gestaltungsmöglichkeiten.
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