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BM
Beetz gibt 20.000 Euro ohne Genehmigung aus
Bei der Gemeinderatssitzung
am 24.Juni wurde dem Gremium per Tischvorlage mitgeteilt, dass im
Bereich der Freiwilligkeitsleistungen Mehrausgaben angefallen sind.
Zu diesem Zeitpunkt bestand bereits seit Monaten ein Beschluss des
Gemeinderates, dass keine Mehrausgaben getätigt werden dürfen.
Trotzdem gab BM Beetz über die Kurtverwaltung für mehrere
nicht genehmigte Veranstaltungen Geld aus. Für die Bewirtung
des Landesnarrentreffens im Januar wurden knapp 4.000 Euro ausgegeben,
der Schwäbische Frühling schlug mit nahezu 7.000 Euro
zu Buche, die Tour de Ländle wurde mit mehr als 10.000 Euro
bezuschusst.
Angesichts der
herrschenden Finanznot unserer Stadt Vorgänge, die bei der
UL-Fraktion auf große Ablehnung stießen. Es war nämlich
nicht einzusehen, dass das Licht nachts ausgeschaltet wird, Schützenbusse
nicht finanziert werden können, die Jugendförderung gekürzt
wird, Vereinszuschüsse nicht mehr gewährt werden können,
Wasserpreise und Grundsteuer erhöht werden, auf der anderen
Seite aber das dadurch eingesparte bzw. eingenommene Geld mit nur
wenigen Veranstaltungen bereits wieder aufgezehrt ist. Bürgermeister
Beetz hatte in vollem Bewusstsein darüber, dass diese Ausgaben
nicht getätigt werden dürfen, das Geld trotzdem ausgegeben
– und das, ohne dass im Vorfeld der Gemeinderat darüber
informiert war. Grund genug für die UL-Fraktion, beim Landratsamt
deswegen eine DAB gegen den Bürgermeister einzureichen.
Diese DAB blieb
vorläufig ohne Erfolg. Dem Landratsamt gegenüber nämlich
machte Bürgermeister Beetz geltend, dass die Ausgaben von einer
Mehrheit des Gemeinderates nachträglich genehmigt wurden. Da
tat es auch nichts zur Sache, dass die UL-Fraktion sich sicher ist,
dass kein solcher Beschluss gefasst wurde (dazu im nebenstehenden
Kasten mehr). Sowieso aber wäre dieser Beschluss nicht rechtskräftig
zustande gekommen, da gegen so ziemlich alle Vorschriften verstoßen
wurde. Weder wurde die Behandlung dieses Punktes in der Tagesordnung
angekündigt, noch fand die Diskussion darüber im öffentlichen
Teil der Sitzung statt, sondern im nichtöffentlichen. Diese
Fakten aber teilte Beetz dem Landratsamt nicht mit, so dass dort
von einem rechtskräftigen Beschluss ausgegangen wurde. Da dieser
Vorliege, so das Landratsamt, und außerdem der Stadt kein
Schaden entstanden sein, könne nicht eingegriffen werden.
Erst
nachdem die UL-Fraktion dem Landratsamt in einem weiteren Schreiben
den Ausschluss der Öffentlichkeit und weitere Fakten dargelegt
hatte, schritt dieses ein. Über die ungenehmigten Ausgaben
muss nun in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung verhandelt
werden, diese findet voraussichtlich am 18.November statt. Die UL-Fraktion
ist gespannt, wie sich die anderen Fraktionen und Gemeinderäte
zu diesem Thema stellen werden – zu befürchten ist allerdings,
dass ein Großteil den Ausgaben auch nachträglich zustimmt.
Sollte dies nicht der Fall sein, so wird das Landratsamt prüfen
müssen, inwiefern Bürgermeister Beetz hier haftbar zu
machen ist.
Die
Dienstaufsichtsbeschwerde der UL 
Die Antwort des Landratsamtes 
Die neuerliche Beschwerde der UL 
Die neuerliche Antwort des Landratsamtes 
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